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Tageswanderung am 24. Mai 2009 im Hohenlohischen mit den Wanderfreunden
Rot am See
Gemmrigheim.
Erneut trafen sich die befreundeten Albvereinsortsgruppen Rot
am See und Gemmrigheim zu einer gemeinsamen Sonntagstour.
Dieses Mal war wieder das Hohenloher Land an der Reihe. Nach
einem herzlichen Empfang am Rathausplatz in Rot am See durch
die dortigen Wanderfreunde, ging es auf die von Vertrauensmann
Klaus Pressler geführte Route, zunächst durch das idyllische
Brettachtal mit seinen Stauseen in Richtung Engelhardshausen.
Gepflegte Ortschaften und Gehöfte, wogende Kornfelder, bunte
Wiesen und schattiger Wald säumten die angenehmen, meist
gelenkschonenden Wege durch die liebliche Landschaft. Der
leichte Regen in der Nacht zuvor
ließ die Farben der üppig blühenden Natur im Sonnenschein
besonders schön leuchten und bot
klare Fernsicht. Immer wieder wusste der Wanderführer
Interessantes über Geschichte, Land und Leute der Gegend zu
berichten, so zum Beispiel über die im 15. Jahrhundert
erbaute „Landhege“. Mit
einer Länge von 62 km umschloss sie ein weiträumiges
Gebiet um Rothenburg ob der Tauber zum Schutz vor
Eindringlingen und Plünderern.
Die etwa 20 Meter breite Landhege bestand meist aus
zwei Gräben und drei Wällen und war mit undurchdringlichen
Hecken bepflanzt.
Ein
Stück weit verlief die Wanderung auf dem sogenannten
Landhegepfad, dem entlang zu den Orchideen zählende Knabenkräuter
in prächtiger Blüte zu bewundern waren. In Engelhardshausen
stand die Kirche zu einer kurzen Einkehr offen. Dabei zeigte
sich ihre wunderbare Akustik, als die Wanderer das Lied „Großer
Gott wir loben dich“ anstimmten. Nach etwa 10 km erreichte
man bei Blaubach die in reizvoller Lage stehende Schutzhütte
des Schwäbischen Albvereins Blaufelden zur Mittagsrast, wo
das Hüttenteam für köstliches Nass sorgte. Hier stand dann
auch der Bus bereit, um die Abkürzer nach Rot am See zu
bringen, wo sie die Patchwork-Ausstellung besuchten. Dabei
durften sie auch zusehen, wie solche Kunstwerke angefertigt
werden. Während sie sich daran anschließend in der „Muswiesschenke
Pressler“ am Kuchenbüffet der Albvereinsfrauen , die dort
an diesem
Tag für das leibliche Wohl der
Wanderer sorgten, labten, befanden sich die Wanderer
auf dem Weg durch das romantische Blaubachtal. Der
Blaubachstausee, der größte am Weg, beeindruckte durch sein
Ausmaß an Höhe bis zum Überlauf. Bei Bemberg, am
Zusammenfluss von Blaubach und Brettach,
führte ein Abstecher zu der einstigen auf einem
Bergsporn thronenden Stammburg des Adelsgeschlechtes der
Bebenburger. Heute ist davon allerdings nur noch ein etwa 10
Meter hoher Turmstumpf übrig. Nun ging es auf die letzte
Etappe zum Ziel Musdorf. Dort findet jedes Jahr Anfang Oktober
der urkundlich zum ersten Mal im Jahr 1434 erwähnte
Muswiesmarkt statt. Aus seinen Anfängen als reiner
Verkaufsmarkt, entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte
daraus ein weithin bekannter Jahrmarkt, Heimat- und Volksfest,
mit attraktiven Anziehungspunkten für viele Gäste aus nah
und fern. Nach der 8 km langen Nachmittagstour
schmeckte den
wieder vereinten Gruppen das gemeinsame Abendessen sehr gut.
Klaus Pressler verkündete, dass dieses Treffen zugleich ein
Jubiläum sei, da die beiden Ortsgruppen, fast auf den Tag
genau, vor 20 Jahren zum ersten Mal gemeinsam unterwegs waren,
was damals durch Pfarrer Breckle zustande kam. Mit Musik,
Gesang, heiteren Einlagen, Worten des Dankes und dem Wunsch
auf ein Wiedersehen im Neckartal klang der erlebnisreiche
rundum sehr gut
gelungene Wandertag aus.
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