Schwaebischer-Albverein Ortsgruppe Gemmrigheim
  

Rückblicke 0917                                                                                      Bericht: Erika Reisinger

Tageswanderung am 24. Mai 2009 im Hohenlohischen mit den Wanderfreunden Rot am See

     
 

Gemmrigheim. Erneut trafen sich die befreundeten Albvereinsortsgruppen Rot am See und Gemmrigheim zu einer gemeinsamen Sonntagstour. Dieses Mal war wieder das Hohenloher Land an der Reihe. Nach einem herzlichen Empfang am Rathausplatz in Rot am See durch die dortigen Wanderfreunde, ging es auf die von Vertrauensmann Klaus Pressler geführte Route, zunächst durch das idyllische Brettachtal mit seinen Stauseen in Richtung Engelhardshausen. Gepflegte Ortschaften und Gehöfte, wogende Kornfelder, bunte Wiesen und schattiger Wald säumten die angenehmen, meist gelenkschonenden Wege durch die liebliche Landschaft. Der leichte Regen in der Nacht zuvor ließ die Farben der üppig blühenden Natur im Sonnenschein besonders schön leuchten und bot  klare Fernsicht. Immer wieder wusste der Wanderführer Interessantes über Geschichte, Land und Leute der Gegend zu berichten, so zum Beispiel über die im 15. Jahrhundert erbaute „Landhege“. Mit  einer Länge von 62 km umschloss sie ein weiträumiges Gebiet um Rothenburg ob der Tauber zum Schutz vor Eindringlingen und Plünderern.  Die etwa 20 Meter breite Landhege bestand meist aus zwei Gräben und drei Wällen und war mit undurchdringlichen Hecken bepflanzt.

 Ein Stück weit verlief die Wanderung auf dem sogenannten Landhegepfad, dem entlang zu den Orchideen zählende Knabenkräuter in prächtiger Blüte zu bewundern waren. In Engelhardshausen stand die Kirche zu einer kurzen Einkehr offen. Dabei zeigte sich ihre wunderbare Akustik, als die Wanderer das Lied „Großer Gott wir loben dich“ anstimmten. Nach etwa 10 km erreichte man bei Blaubach die in reizvoller Lage stehende Schutzhütte des Schwäbischen Albvereins Blaufelden zur Mittagsrast, wo das Hüttenteam für köstliches Nass sorgte. Hier stand dann auch der Bus bereit, um die Abkürzer nach Rot am See zu bringen, wo sie die Patchwork-Ausstellung besuchten. Dabei durften sie auch zusehen, wie solche Kunstwerke angefertigt werden. Während sie sich daran anschließend in der „Muswiesschenke Pressler“ am Kuchenbüffet der Albvereinsfrauen , die dort an diesem Tag für das leibliche Wohl der  Wanderer sorgten, labten, befanden sich die Wanderer auf dem Weg durch das romantische Blaubachtal. Der Blaubachstausee, der größte am Weg, beeindruckte durch sein Ausmaß an Höhe bis zum Überlauf. Bei Bemberg, am Zusammenfluss von Blaubach und Brettach,  führte ein Abstecher zu der einstigen auf einem Bergsporn thronenden Stammburg des Adelsgeschlechtes der Bebenburger. Heute ist davon allerdings nur noch ein etwa 10 Meter hoher Turmstumpf übrig. Nun ging es auf die letzte Etappe zum Ziel Musdorf. Dort findet jedes Jahr Anfang Oktober der urkundlich zum ersten Mal im Jahr 1434 erwähnte Muswiesmarkt statt. Aus seinen Anfängen als reiner Verkaufsmarkt, entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte daraus ein weithin bekannter Jahrmarkt, Heimat- und Volksfest, mit attraktiven Anziehungspunkten für viele Gäste aus nah und fern. Nach der 8 km langen Nachmittagstour  schmeckte  den wieder vereinten Gruppen das gemeinsame Abendessen sehr gut. Klaus Pressler verkündete, dass dieses Treffen zugleich ein Jubiläum sei, da die beiden Ortsgruppen, fast auf den Tag genau, vor 20 Jahren zum ersten Mal gemeinsam unterwegs waren, was damals durch Pfarrer Breckle zustande kam. Mit Musik, Gesang, heiteren Einlagen, Worten des Dankes und dem Wunsch auf ein Wiedersehen im Neckartal klang der erlebnisreiche rundum sehr  gut gelungene Wandertag aus.

   

                                                       

 

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