Schwaebischer-Albverein Ortsgruppe Gemmrigheim
  

Rückblicke 0829

Albverein  Gemmrigheim    Erika Reisinger

Wanderbericht vom Sonntag 7.9.2008, auf der Ostalb      

    

Gemmrigheim. -  Zu einer Sonntagstour auf die Ostalb begaben sich die Wanderfreunde des Schwäbischen Albvereins. Gerd Reisinger, der vor 25 Jahren die Gemmrigheimer  Ortsgruppe mit ins Leben gerufen hat, sich in der Jugendarbeit engagierte und viele Jahre als Jugendwart wirkte, hat zusammen mit seiner Frau Heidi in seiner berufsbedingten neuen Heimat eine schöne Wandertour bei Oberkochen ausgewählt. Zunächst ging es mit dem  Bus über Backnang und Rudersberg ins Remstal, dieses  hoch, vorbei am Remsursprung, auf die Albhochfläche. Nach regenreichem  Abend und Nacht war die Luft angenehm kühl, der Himmel bedeckt, außer einem kurzen Regenschauer war es trocken von oben und ab und zu blinzelte die Sonne hervor. In Lauterburg, dem Startpunkt der Wanderung, folgte man dem Zeichen „Schwäbische Alb-Nordrandweg HW 1“. Auf bequemen Wegen, durch Felder, Wiesen und Wald, erreichte man bald das Naturschutzgebiet Weiherwiesen, eine etwa 35 ha große Lichtung mit zwei Weihern, die von Quellen gespeist werden. In dem oberen Weiher wurden im 19. Jahrhundert jährlich vor der Schur bis zu 20 000 Schafe gewaschen, während der andere zur Fischzucht diente. Gerne verweilte man an diesem idyllischen Ort, beobachtete die Wasservögel und bestaunte die artenreiche Vegetation mit zum Teil seltenen Pflanzen. Auch viele Zugvögel halten hier Rast auf ihrem langen Flug zwischen Sommer- und Winterquartieren. Über Tauchenweiler ging es weiter und nach zehn Kilometern hatte man das Ziel zur Mittagsrast vor Augen, den 743 m hohen Volkmarsberg mit seinem Wanderheim und dem stattlichen Aussichtsturm, der 193o vom Schwäbischen Albverein erbaut wurde. Auch dieses Gebiet steht unter Naturschutz und besticht durch seine schöne Wachholderheide mit prächtigen Weidbuchen.

Nachdem man gestärkt war und den Turm bestiegen hatte, der eine herrliche Rundsicht bietet – bei günstigem Wetter kann man sogar die 165 km entfernte Zugspitze sehen – teilte sich die Gruppe. Die Wanderlustigen führte der Weiterweg steil hinab nach Oberkochen, durch das Wolfertstal und wieder allmählich bergauf zum Langertstein, einem Aussichtsfelsen mit Blick über Oberkochen. Weiter aufwärts, auf teils rutschigen Wegen, ging es zum Aalbäumle, das eine Schutzhütte trägt und den Aussichtsturm, der 1992 von der Stadt Aalen in origineller, luftiger Bauweise erstellt wurde. Nach kurzer Rast trat man die letzte Etappe an. Alle gelangten nach 18 Kilometern auf Schusters Rappen wohlbehalten am Ziel, dem Parkplatz beim  Thermalbad  Limesthermen, an.

Die Abkürzer wählten ab dem Volkmarsberg den Fahrweg hinab zum Bus, der sie zum Ursprung des Schwarzen  Kocher  brachte. Sein Anblick begeisterte. Unzählige Quellen sprudeln aus dem Rand des Talkessels und dem schwarzen Grund, der den Namen gab. Bei Unterkochen entspringt der Weiße Kocher. Seine schäumende weiße Gischt gab ihm den Namen. In Unterkochen vereinigen sich die beiden Quellflüsse zum Kocher der nach 18o Kilometern bei Kochendorf in den Neckar mündet. Weiter ging es dann mit dem Bus ebenfalls zu den Limesthermen. Auf dem weitläufigen Wiesenhang fand gerade das Aalener Drachenfest statt. Bis die Wanderer eintrafen, blieb noch etwas Zeit dem bunten Treiben mit den unzähligen verschiedenartigsten Drachen am Himmel zuzuschauen. Wieder vereint fuhren beide Gruppen zur Schlußeinkehr nach Essingen.

Mit herzlichen Dankesworten verabschiedete man die beiden Wanderführer Heidi und Gerd. Frisch gestärkt, gut gelaunt und mit fröhlichem Gesang verlief kurzweilig die Heimfahrt nach einem erlebnisreichen Wandertag in einem den meisten Teilnehmern unbekannten Wandergebiet.

 

                                                                          


 

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