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Albverein
Gemmrigheim
M. Dietrich 07143
/ 4141
KULTUR.
GEOLOGIE UND WANDERN IM NÖRDLINGER RIES
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Albvereinler erkannten Kontrastlandschaften Neckartal zur
Fränkischen Alb

Gemmrigheim.- Ein Sonntagsausflug zu den östlichen Nachbarn
im Nördlinger Ries
wurde für die Teilnehmer zu einem echten Highlight. Die
beiden Wanderführer Hans Gumpert und Reinhold Auchter hatten
die Tour für
ihre Wanderfreunde sorgfältig nach
geschichtlichen Ereignissen und nach Naturschönheiten ausgewählt.
38 Erwachsene und die Familie Hartmann mit ihren 3 Kindern
erlebten gemeinsam bei schönstem Frühlings- wetter einen
erlebnisreichen Sonntag.
Im
dichten Nebel ging es auf der Autobahn mit dem Bus dem
bayrischen Ziel entgegen.
Die Sorge wird es hell, erledigte sich nach einem Tunnel
schlagartig. Plötzlicher
blauer Himmel wirkte
wie ein Naturwunder. Vorbei am bekannten Ipf und
einigen Wacholder- heiden an den Ausläufern der Ostalb
war die mittelalterliche Stadt Nördlingen, bekannt
durch den Meteoritenkrater, schnell erreicht. Eine kurze
Pause bis zu den Stadt- führungen tat nach der Fahrt gut. 
In
2 Gruppen wurden
die Wanderer von sachkundigen Damen durch die frühere Händler-
Messe und freie
Reichsstadt geführt. Eine 2,7 km lange, begehbare Mauer
umschließt die Altstadt. Das Rieskrater-Museum zeigt auf, wie
die Katastrophe vor etwa
15 Millionen Jahren ablief und welche Bedeutung das Ries für
die weltweite Forschung auf diesem Gebiet heute noch hat. Mit
unbeschreiblicher Geschwindigkeit
stürzte ein 1 Kilometer großer Steinmeteorit nahe Nördlingen
auf die
östliche Albhochfläche. Zurück blieb
die tiefe, fruchtbare Kraterlandschaft. Die
mächtige Georgskirche mit dem unverwechselbaren Turm "
Daniel" gilt als
eine der größten und schönsten spätgotischen Hallenkirchen
Süddeutschlands. Tief beeindruckt von all diesen Sehenswürdigkeiten
wurde das Vesper aus
dem Rucksack in der wärmenden Sonne eingenommen.
Am
Nachmittag war - wie es sich gehört- Wandern angesagt. Im
Wald und teilweise
dem Wald entlang erlebten die Wanderer eine ganz andere Natur
als zu Hause
in der Weinlandschaft. Herkömmliche kleine Orte ohne
Industrie, weite Sicht
, flach, Ruhe und viel Platz prägen die ausgesprochene
Agrarlandschaft. So
zog die Gruppe mit dem Kinderwagen immer hilfsbereit durch die
neue, liebliche
Gegend. Mit der Stadtbewegung wurden etwa 14 km auf Schusters Rappen
absolviert. Dazu war man 7 Stunden
in der angenehmen Frühlingsluft. Alle einschließlich
der Kinder hielten durch und sie waren bei der Einkehr im
Burglokal Fürst Wallerstein über den Tag hoch zufrieden. Das
wurde mit dem öfteren
Singen auch bestätigt. Im Ort Wallerstein wurde nach einer überstandenen
Pest aus Dankbarkeit eine Pestsäule erstellt.
Es
blieb nur noch Dank denen zu
sagen, die am Gelingen beteiligt waren. Dass auch Eltern mit
Kindern mitwandern können war erfreulich zu sehen. Der
Albverein hofft dass dieser Beweis künftig
Schule macht.
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