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Albverein
Gemmrigheim
M. Dietrich 07143
/ 4141
Wanderer
besichtigten die größte Baustelle
von Deutschland
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Das Gr0ßprojekt,die
Neue Messe Stuttgart, ist im Rohbau fast fertig
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Gemmrigheim.- Was hat Wandern und Natur mit einer Großbaustelle
zu tun? Vieles,
das eine ist körperliche und geistige Fitness, das andere ist
technischer und
wirtschaftlicher Ausblick einer enormen Wirtschaftskraft. Die
Wanderkameraden Werner Häring und Walter Pfeiffer vom
Albverein hatten spontan die
tolle Idee, das berühmte Stuttgarter Objekt in seiner
Entstehung zu besichtigen. Schnell war die begrenzte Gruppe
mit 4o Teilnehmern, darunter auch viele
Frauen, beisammen, die mit der Bahn -U- und Stadtbahn bis vor
die Tore des
Großareals fuhren. Von der Größe und dem gesamten Umfang
waren zunächst
mal alle überwältigt.
In
der zweistündigen Führung mit dem Baufachmann Herrn Martin
ging zuerst
ein Filmvorspann voraus. Dann wurde die Gruppe mit
Gummistiefeln, Helmen
und Jacken zu Bauarbeitern umgerüstet. Auf dem Riesengelände
ging es
an alle Einzelstellen mit ausführlichen Erklärungen über
den Jetzt- und
Endzustand. Details über Technik, Materialien,
Versorgungsleitungen sind so
umfangreich, die nur einem Spezialisten vorbehalten sind. Den
Wanderern blieb
nur das Staunen. Positiv erscheint, dass ein Stuttgarter
Architekturbüro den
Wettbewerb gewonnen hat und so dem schwäbischen Fleiß- und
Erfindergeist alle Ehre
macht. Ein Schwäbisches
Produkt im Ländle, darauf ist die Gesellschaft stolz.
Man sage den Schwaben nach, dass sie spät kommen, aber dann
den neuesten Stand besitzen. Nach Fertigstellung werde
Stuttgart auf den dritt-
größten Messeplatz
vorrücken. Wenn die Planung und das Gelände auch lange
umstritten war, so gebe es nach wie vor keine Alternative. Die
geographische Lage mit Autobahn, Flughafen, geplante
ICE-Strecke und die Ost- West- Verbindung
könnten optimaler nicht sein. Zur Zeit sind 800-1000 Menschen
beschäftigt,
im Endausbau können es bis 25oo sein. Interessant, 7o% an Firmen
und Arbeiter kommen aus dem europäischen Raum. Die Entstehung
zu erkunden
ist vielleicht noch informativer, als am Schluss das gelungene
Werk zu
bewundern. Das Ganze ist ein Wunderwerk der Technik und Möglichkeiten
und auch
eine Herausforderung für die Logistik. Eigens wurde an Ort
und Stelle
ein Beton- und Schweißwerk errichtet, um unabhängig
und effektiv arbeiten
zu können. Aber auch das ist bekannt, Preis und Terminlimite
sind jetzt
schon überschritten. Dem Eingriff in den Naturraum will man
sodann mit viel
Grün und Bepflanzungen entgegen wirken. Schaden und Nutzen
sollen bei allem
notwendigen Fortschritt ausgeglichen sein.
Der
Besuch in Stuttgart an diesem
Dienstag war für die Wanderer höchst interessant. Den beiden
Organisatoren
wurde für die Sondereinlage herzlich gedankt.
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