Schwäbischer Albverein, Ortsgruppe Gaildorf
   
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Rückblick auf aktuelle Veranstaltungen

Von Crailsheim nach Rothenburg ob der Tauber, Sonntag, 1. April 2012
Von Oppenweiler nach Murrhardt, Sonntag, 18. März 2012
Wanderwochenende am Rätischen Limes, Samstag/Sonntag, 3./4. März 2012
Nachmittagswanderung nach Sulzbach/Kocher, Sonntag, 19. Februar 2012
Nachmittagswanderung nach Unterrot, Sonntag, 29. Januar 2012



16. Sportliche Weitwanderung, Von Crailsheim nach Rothenburg ob der Tauber, Sonntag, 1. April 2012

29 Teilnehmer


Start in Crailsheim auf dem Volksfestplatz
Start in Crailsheim auf dem Volksfestplatz

In Wettringen, Jubiläum: 15 Jahre Weitwandern mit Dieter Brust
In Wettringen, Jubiläum: 15 Jahre Weitwandern mit Dieter Brust

Wettringen, Vor dem Osterbrunnen
Wettringen, Vor dem Osterbrunnen

Im Tal der Schandtauber
Im Tal der Schandtauber

Einzug in Rothenburg durch das Spitaltor
Einzug in Rothenburg durch das Spitaltor

Fotos: Johannes Burkhardt


Vom Crailsheimer Hardt zur Frankenhöhe

Knapp vierzig Kilometer legten die Wanderer des Gaildorfer Albvereins unter der bewährten Führung von Dieter Brust und Michael Burkhardt am vergangenen Sonntag von Crailsheim nach Rothenburg/Tauber zurück.

Bei kühlem, aber sonnigem Wetter herrschten ideale Wanderbedingungen für den Übergang vom Hohenloher Land in den Naturpark Frankenhöhe. Schon zum zweiten Mal begleitete der Bus die sportlichen Wanderer die ganze Strecke über, so dass jeder nach Bedarf individuell die Gesamtstrecke verkürzen konnte.

Bis nach dem in Bayern gelegenen Schnelldorf verlief die Route noch auf Wegen des Schwäbischen Albvereins, auch entlang des Europäischen Wasserscheidewegs bis kurz vor Wettringen, in dessen Nähe die Tauber entspringt. Hier gab es während der Mittagsrast am Bus eine Aprilüberraschung in Form von Kaffee und Kuchen. Der Tauber auf Wegen des Fränkischen Albvereins folgend wurden die Orte Insingen und Lohr erreicht. Trotz forcierten Gehtempos blieb genug Zeit, um bei bester Sicht Schloss Schillingsfürst und bereits die Silhouette der vielen Türme von Rothenburg am Horizont ausmachen zu können.

Nach weiteren kurzen Pausen erreichten nun wieder alle Teilnehmer gemeinsam das liebliche Tal der Schandtauber. Deren klares Wasser mündet unterhalb Rothenburgs, der am besten erhaltenen mittelalterlichen Altstadt Deutschlands in die Tauber. Auf dem letzten Kilometer vom Spitaltor bis zur Abschlusseinkehr in einem der ältesten Gasthäuser von Rothenburg konnte man in der belebteb Altstadt erahnen, dass diese weltbekannte Touristenattraktion eigentlich in keiner "Deutschland-Rundtour" fehlen darf. Die Wirtsleute Niedner begrüßten einige der Weitwanderer als alte Bekannte - in den siebziger Jahren betrieben sie die "Brasserie" in Gaildorf.

Bericht: Michael Burkhardt



Von Oppenweiler nach Murrhardt, Sonntag, 18. März 2012

19 Teilnehmer


Oberhalb Oppenweiler, Blick zum Staigacker
Oberhalb Oppenweiler, Blick zum Staigacker

Pause im Waldstück Floßhau
Pause im Waldstück Floßhau

Eschelhof, Gruppe vor dem Haupthaus
Eschelhof, Gruppe vor dem Haupthaus

In der Franzenklinge
In der Franzenklinge

Fotos: Johannes Burkhardt


Zum Wanderheim Eschelhof

Nach 20 Minuten Zugfahrt starteten knapp 20 Gaildorfer Albvereinler am Bahnhof Oppenweiler ihre erste Frühjahrs-Tagestour durch den Murrhardter Wald.

Joachim Windmüller führte die Gruppe zunächst entlang des Eichelbaches auf Albvereinswegen hinauf zur 500 m hohen Hochfläche. Rechtzeitig vor dem am frühen Nachmittag einsetzenden Nieselregen waren vormittags noch schöne Weitblicke in Richtung Mainhardter Wald bis zur Hohen Brach sowie nach Stuttgart möglich.

Die Mittagsrast fand auf dem Eschelhof statt, der vom Schwäbischen Albverein als Wanderheim betrieben wird und das sich bei vielen Wochenendausflüglern als wichtiger gastronomischer Stützpunkt das ganze Jahr über großer Beliebtheit erfreut.

Nach dem Mittagessen ging es auf einem sehr schönen Teilstück des dem langjährigen Vereinspräsidenten Georg Fahrbach gewidmeten Hauptwanderwegs zunächst bis nach Sechselberg, gewürzt mit einigen wegen des aktuellen Holzeinschlags akrobatischen Einlagen. Unterwegs konnten die Wanderer die oberen Hörschbachfälle bewundern; nach dem manuellen Öffnen einer Schleuse ergießt sich das Wasser über die steilen Wände des Stubensandsteins. Entlang des gleichnamigen Baches führte der Pfad dann über Holztreppen wieder hinauf zur Hochfläche rund um Sechselberg.

Der weitere Weg zurück ins Murrtal führte durch die wildromantische Franzenklinge, teils auf steilen Wegabschnitten, die auf Grund der Nässe mit Vorsicht begangen werden mussten. In Murrhardt angekommen, säumten Walterichskapelle und Schweizer-Museum die letzten Meter zum Bahnhof.

Wanderführer Joachim Windmüller erhielt viel Beifall für eine kurzweilige Wanderung mit interessanten Eindrücken in einen bei uns weniger bekannten Teil des Schwäbisch-Fränkischen Waldes.

Bericht: Michael Burkhardt



Wanderwochenende am Rätischen Limes, Samstag/Sonntag, 3./4. März 2012

14 Teilnehmer


Limes-Weg am Waldstück Grubenholz bei Mögglingen
Limes-Weg am Waldstück Grubenholz bei Mögglingen

Wegpassage am Kolbenberg
Wegpassage am Kolbenberg

Limes-Anlage in Hüttlingen
Limes-Anlage in Hüttlingen

Limes-Tafeln oberhalb Buch
Limes-Tafeln oberhalb Buch

Kastell Buch
Kastell Buch

Fotos: Johannes Burkhardt


Auf den Spuren der Legionäre

Zwei weitere Etappen des im letzten Jahr begonnenen Wandervorhabens "Rätischer Limes " konnten die Gaildorfer Albvereinler am Wochenende genießen. Ausgangspunkt war Schwäbisch Gmünd.

Nach der Übernachtung im Wanderheim Dewangen, das die Teilnehmerzahl auf vierzehn begrenzte, erreichte die Gruppe am zweiten Tag die Rekonstruktionen römischer Einrichtungen am Bucher Stausee. Einen Wachturm, ein ehemaliges Kastell in Miniatur aus Eisenguss mitten in der Wiese zwischen den ehemaligen Umgebungsmauern, sowie das angeschlossene "Vicus", will sagen Römerdorf, samt Resten des ehemaligen römischen Bads nahe beim See konnte man dort besichtigen.

"Schöne Aussichten und vor Allem bestes Wetter!" freuten sich die Wanderer am Samstagmorgen. Die beiden Wanderführer Johannes und Michael Burkhardt hatten die Wanderstrecke auf dem auch als Hauptwanderweg 6 des Schwäbischen Albvereins bekannten Limes-Weg etwas modifiziert, was intensives Vorwandern voraussetzte. In manchen Gemeinden gewann man den Eindruck "wohl dem, der Limes hat" - vom Hotel, der Festhalle bis zur Straße - wo es ging, wurde an das Weltkulturerbe erinnert - wie auch auf dicht aufgereihten Schautafeln am Wanderweg. Auf anderen Wegstrecken, vorwiegend über relativ ebene Feldlandschaft, war lange Zeit gar nichts zu sehen.

Der Vorsitzende des Nordostalbgaues Gerhard Vaas, der die Gaildorfer an beiden Tagen eine Weile begleitete und als Vorsitzender des Verbands der Limes Cicerones regelmäßig Gäste am Limes führt, klärte auf, es sei mindestens Pflicht, dass die Straßenmeistereien an Kreuzungsstellen des Limes mit Straßen eine Limesstele in Richtung Limesverlauf aufstellen müssten. Einige dieser Stelen hatte man schon gesehen, daneben besonders viele "bremsende" Schautafeln auf Mögglinger Gebiet im Waldstück Grubenholz, wo der attraktive Wanderweg auf einem schmalen Wall direkt auf der ehemaligen Limes-Grenze verläuft.

Gestalterisch aus dem Rahmen fällt das Limes-Denkmal in Hüttlingen. Dort wird die ehemalige römische Provinz Rätien im Mosaikpflaster sinnbildlich auf dem Boden dargestellt, woraus Hüttlingen nach einem historischen Fund als Pinienzapfen ragt. Der Limes wird dort als "Annäherungshindernis" beschrieben, das die "Überwachung der Grenzzone ermöglichte und friedliche Kontakte ventilierte". Für ernstere Angriffe gab es Kastelle und Legionslager.

Zur vielbesuchten "Limes-Hochburg" hat sich das Wanderziel, die Gemeinde Rainau, entwickelt, wo die nächste Etappe des Wandervorhabens im Ortsteil Dalkingen im Oktober am berühmten "Caracalla-Triumphbogen" beginnen wird, sozusagen einer der "Ventile" für friedliche Begegnungen zwischen "Römern", als Söldner des Römischen Weltreichs unterschiedlichster Herkunft, und "Barbaren" auf der anderen Seite.

Damals wurde laut humorigen Historikern die "schwäbische Kehrwoche" geboren. Dagegen zehrten die historischen Erläuterungen der Wanderführer von deren fundiertem Wissen.

Bericht: Gerlinde Burkhardt



Nachmittagswanderung nach Sulzbach/Kocher, Sonntag, 19. Februar 2012

12 Teilnehmer


Gaildorf, Im Schloßpark
Gaildorf, Im Schloßpark

Gruppenbild mit Urkunden zum 12-jährigen Jubiläum
Gruppenbild mit Urkunden zum 12-jährigen Jubiläum

Bei Sulzbach/Kocher
Bei Sulzbach/Kocher

Fotos: Gerlinde Burkhardt


Eisiges Schauspiel der Natur

Im zwölften Jahr starteten die Gaildorfer Albvereinler mit Ottmar Schramm und Michael Burkhardt zur Gewässertour. Normalerweise gibt es zum zehnjährigen Ausrichten einer Traditionswanderung eine Urkunde - heuer gab es sie mit zweijähriger Verspätung.

"Am Kocher entlang", dachte sich wohl mancher beim Lesen der Wanderstrecke Gaildorf - Sulzbach, oder "nix Neues" - nicht ahnend, welche Schätze ihm entgingen. Auch hatten angesichts der frühen Jahreszeit die Gewässer dieses Jahr sämtliche Aggregatzustände von fest im eisigen Wald, flüssig - wie man sie meistens hat - und gasförmig in Form abdampfenden Glühweins bei der Eichelgartenhütte, die man über den steilen, alten Kirchenweg in Richtung Winzenweiler erreichte.

Funkelnde und vielfarbig changierende Gewässer gab es zuhauf: Im Schlosspark das besonnte "Barockbecken" mit Fontäne, der Schilfteich beim Schulhof, umrahmt von bunten Reksans-Holzskulpturen, viele stehende Tümpel im Wald, in denen sich Bäume und Himmel spiegelten, sowie der in erzig-getöntes, dahinquellendes Eis gepackte Inhalt des Eisbachs.

Er zeigte eindrücklich, warum er so heißt: Während man in der Umgebung vom Winter nicht mehr viel sah, war im Eisbachtal bei ansonsten offener Erde noch jegliches Nass zu Eis erstarrt - teils auch auf den Wegen. Eis quoll zungenartig aus dem Wald und hing in Zapfen an den Hängen. Der fast auf ganzer Länge vereiste Bach zeigte sich in pastelligen Tönen, als würden Halbedelsteine durchscheinen, wie man sie im Eisbachtal gehäuft finden kann.

Ein besonders schönes Exemplar mit äußerlich sichtbarer Druse hatte eine Wanderfreundin schon vorher auf der Ebene zufällig am Wegrand entdeckt, während sich andere funkelnde "Diamanten" auf dem Weg als Glassplitter entpuppten. In Sulzbach machte man noch einen Abstecher zu den - angesichts der Witterung versiegten - Wasserwelten mit weiteren Reksans- Skulpturen, bevor man sich nach genau 11 Kilometern von der gemütlichen Bahnhofsgaststube aus vor der Heimfahrt das beginnende Schneetreiben anschaute.

Bericht: Gerlinde Burkhardt



Nachmittagswanderung nach Unterrot, Sonntag, 29. Januar 2012

40 Teilnehmer


Auf dem Rundwanderweg 2 zwischen Reutfeldhof und Röterturm
Auf dem Rundwanderweg 2 zwischen Reutfeldhof und Röterturm

Bei Reippersberg
Bei Reippersberg

Beim Biohof Reimer - Erläuterungen von Wolfgang Reimer
Beim Biohof Reimer - Erläuterungen von Ulrike Hasenmeier-Reimer

Beim Biohof Reimer - Juraschafe im offenen Stall
Beim Biohof Reimer - Juraschafe im offenen Stall

Fotos: Gerlinde Burkhardt


Im Paradies für schwarze Schafe

Ein Paradies für "schwarze Schafe" lernten die Gaildorfer Albvereinler bei ihrer traditionellen Halbtagswanderung nach Unterrot kennen. Mit den Wanderführern Gerlinde Burkhardt und Ottmar Schramm war nicht unbedingt "der Weg das Ziel", obwohl viele Teilnehmer mit einem Teilstück der von Karl Beißwenger vor Jahrzehnten konzipierten Rundwanderwege um Gaildorf Neuland betraten.

Im Bogen erreichte man von Unterrot aus über den Reutfeldhof die luftigen Höhen um Reippersberg, wo das Ehepaar Reimer die über dreißig Wanderer willkommen hieß. Gänzlich umgestellt habe die Landwirtschaftsmeisterin ihren Biohof vor 11 Jahren, seit ihr Mann "wohl besseres" vorhabe, sprich - wie allgemein bekannt - beruflich in die Politik gewechselt ist. Ihre Hauptmitarbeiter sind nun bei ihrer Juraschafzucht ihre nicht auf Schönheit, sondern auf Hüteleistung gezüchteten drei Border-Collies.

Man bewunderte bei einer eindrucksvollen, von Wolfgang Reimer kommentierten Vorführung Ulrike Hasenmeier-Reimers Arbeit mit Hündin "Kate", einem kleinen Pfeifchen und sechs weidenden Schafen. Man traute seinen Augen nicht! Wie mag es da erst mit über zweihundert Juraschafen "abgehen" - aber dafür war es die falsche Jahreszeit. So besuchte man die Tiere im offenen Stall mit frischem Einstreu und Futter, das bei Reimers hausgemacht ist - auch das manchmal nötige Kraftfutter aus Hafer, Gerste und Erbsen. Kleegras, Roggen, Weizen und Dinkel wird ebenfalls angebaut - pionierweise seit 25 Jahren streng ökologisch, wertvoll für den Erhalt der Naturlandschaft, wozu auch die Beweidung durch die Juraschafe beiträgt.

Lang habe sie gesucht, um die geeignetste Rasse zu finden und ist froh darüber, dass mittlerweile auch die merinoähnliche Wolle der aus dem Schweizer Jura stammenden Schafe wieder Abnehmer findet. "Schöne, feine Köpfe, ausgeglichene Wesen", die mehrmals im Jahr lammen - man war gleich angetan, auch von den kleinen vollschwarzen Lämmchen, die bis zur Schlachtreife allerdings innerhalb eines Jahres noch kräftig zulegen und relativ "erwachsen" aussehen. Dessen eingedenk, ging es dann zur Lammwurstprobe in den Bioladen. Man konnte sich schwer trennen, hätte Kate und der Frau, die mit den Schafen "tanzt", gerne noch zugesehen, aber der eisige Wind trieb zu Bewegung in Richtung Salzleckenweg hinunter nach Unterrot. Im "Kocherbähnle" genoss man weitere Biolamm-Variationen - wissend was man auf dem Teller hat und woher es kommt - lecker!

Bericht: Gerlinde Burkhardt


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Letzte Aktualisierung am 4. April 2012, Johannes Burkhardt

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