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Naturschutzeinsatz 2003
Gemeinschaftsaktion nahe dem Randecker Maar
Am vergangenen Samstag, dem 11.Oktober 2003, waren vier
hauptamtliche Naturpfleger, 21 ehrenamtliche Aktive Naturschützer
aus dem Esslinger Gau des Schwäbischen Albvereins e.V., insbesondere
aus den Ortsgruppen Ruit und Berkheim mit 18 weiteren Helfern und
Naturliebhabern der Ortsgruppe Stuttgart-Hedelfingen beim
alljährlichen Einsatz im Raum Torfgrube / Randecker Maar im Süden
unseres Landkreises tätig. Die Beschäftigung mit und die Pflege der
Natur ist die unschuldigste Art einen Beitrag zum Gemeinwohl aller
zu leisten.
Die hauptamtlichen Naturschutzbeauftragten des Landratsamtes und aus
den Kommunen um den ehemaligen Vulkansee unter Leitung von Herrn
Frank leisteten während den von der Witterung wieder besser
begünstigteren Tagen im Vorfeld Mäh-, Zuschnitt- und Sägearbeiten im
Gelände. Die Natur gibt uns eben Bedürfnisse, weil sie Bewegung und
Abwechselung liebt – wächst und gedeiht.
Wir stellten die Einzelpflanzen wie Wacholderbüsche, Tannen und
Silberdisteln frei, häckselten das Schnitt- und Fällgut und rechten
das Gras nahe dem leicht hügeligen Saum am Wanderweg vom
Otto-Hoffmeister-Haus zum Engelhof in Schwaden zusammen.
Kleine Graswälle und mit kompostierbarem Häcksel befüllte Anhänger
durchziehen nun kurzzeitig die Alblandschaft.
Zum zwanzigsten Male führten wir vom Gau aus diese stets im Herbst
stattfindende Gemeinschaftsaktion durch. Zum ersten Mal unternahmen
wir mit den Hedelfingern gemeinsam diese Pflegemassnahme. In der
lebendigen Natur geschieht nichts, was nicht in einer Verbindung mit
dem Ganzen stehe.
Meist immer zum selben Wochenende waren wir aus dem Raum
Esslingen mit unserer Aufgabe am Schafbuckel, Randecker Maar
beschäftigt, die Hedelfinger Kollegen auf ihrem Terrain beim Asch.
Aus allen beteiligten Reihen kam der Vorschlag einmal eine
Gemeinschaftsaktion in die Hand zu nehmen. Wir finden diese
Verbindung gelungen. Zudem spielte auch das meteorologische Element
mit und es wurde von Stunde zu Stunde sonniger und wärmer.
Erinnert wurde daran, dass die mehr und mehr zurückgehende
Landwirtschaft nicht mehr alles machen kann, dass es der
Hilfestellung des Menschen im allgemeinen bedarf um einen weiten
Teil unserer typischen Alblandschaft oder der anderen Lebensräume zu
erhalten.
Zwei Forderungen entstehen in uns bei der Betrachtung der
Naturlandschaft: die Erscheinung sie selbst vollständig kennen und
mit ihr umgehen zu lernen und sie in Ordnung zu halten. Ordnung
fordert Methode, und die Methode erleichtert die Arbeitseinsätze.
Durch ein gemeinsames Vesper mit Produkten des Albrandbereiches
wurde die „Schafferei" kurzweilig unterbrochen.
Wir treten weder der Urkraft der Natur noch der Weisheit und Macht
des Schöpfers zu nahe, wenn wir und die anderen
naturschutztreibenden Verbände, wie NABU, BUND oder Obst- und
Gartenbauvereine annehmen, dass jene mittelbar durchgeführten
Einsätze und Aktionen wie diese, im Anfang des „Bebauungsplanes der
Natur" für uns Menschen vorgesehen sind und dass die Pflege der Erde
die wichtigste Arbeit des Menschen, so auch der Engländer Daniel
Webster (1782 – 1852), ist.
Für alle zusammengestellt von
Jürgen Gruß
Naturschutzwart der OG Kemnat
Reyherstrasse 7
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