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Die Gauversammlung hat mich im Herbst 2006 also
im Schiff „Gaunaturschutzwart" untergebracht und zu ihrem Kapitän
bestimmt, zentral an der Küste des Altkreises Esslingen. So ist
unter anderem gewährleistet, dass ich regelmäßig auch in den
äußersten Bereichen des Schutzgebietes präsent sein zu können. So oft
als möglich und nötig bin ich "draußen".
Nicht nur wegen der großen Flächenausdehnung ist es trotzdem
hilfreich und sinnvoll, vor Ort Partner zu haben. Meine
Naturschutzwarte in den
Ortsgruppen des Gaues sind maßgeblich an
unserem Kurshalten beteiligt und die
Gaunaturschutzwartekollegen
im Teck-Neuffen-Gau, im Stuttgarter Gau oder im Filsgau mögen ab und
zu Warnzeichen herüberfunken oder als Anlegestellen bereit stehen.
Die zahlreichen lokalen
Unterstützer aus dem privaten Naturschutz
besitzen gute Ortskenntnis und sind stets direkter am Geschehen als
ich es sein kann – einige kenne ich bereits und danke für die
Verankerung oder Vernetzung unserer Interessen: NABU oder Obst- und
Gartenbauvereinsmitglieder.
Die Lebensmöglichkeit ist das beste was wir haben....nicht
der Besitz.

Schlossallee zum Hohenheimer Schloss / Blickrichtung Kemnat
Regionale Interessen wie Landschaftsverbrauch, Tourismus,
Landwirtschaft, Streuobsterhaltung- und Vermarktung, Gewerbegebiete
oder Gewässerschutz fließen in gemeinschaftliche Projekte für den
oder Widerstände zum Erhalt unserer Heimat ein. Auch Förderer und
Sponsoren sind für unsere Arbeit unverzichtbar.
| Auch in diesem Jahr werden wieder Menschen gesucht, die mit an Bord sein würden und als
Naturschutzwarte mitarbeiten möchten.
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In den Ortsgruppen Aichwald, Esslingen/Neckar, Köngen und
Oberesslingen sind die Naturschutzwarte auf der Wunschliste des
Ortsgruppenausschusses.
Wer kann Naturschutzwartin / Naturschutzwart werden?
Jeder, der gerne praktische Naturschutzarbeit leisten möchte,
kann als NSW arbeiten. Es kommen in erster Linie solche
Interessentinnen und Interessenten in Frage, die auch ein / zweimal
im Jahr Pflegemaßnahmen durchführen, die möglichst gerne Landschaft
und ihre Veränderungen darstellen oder beschreiben, bzw. nicht alles
hinnehmen, was unserem Lebensraum und dem für Pflanze und Tier zu
wider ist. Kenntnisse über Raumordung und Landesplanung sind
wünschenswert, allerdings nicht erstrangig erforderlich.
Zoologische, botanische und ökologische Kenntnisse – die auch mir
nur sporadisch bekannt sind , wären für uns alle ebenfalls
erwünscht.
Die Arbeit im Gelände bei oft rauher Witterung erfordert und
fördert die Fitness, die Bereitschaft zur Zusammenarbeit wächst mit
der Aufgabe.. Für die Überwachungs- und Streifengangstätigkeit ist
nicht zuletzt auch Geschick im Umgang mit Menschen einübbar.
Durch ihr Engagement tragen die NSW dazu bei, dass die Grundlagen
des Naturschutzes in den vielfältig bedrohten Gebieten verbessert
werden. Zugleich erfüllen sie wichtige praktische
Naturschutzaufgaben
Bewerbung zum Naturschutzwart
Am besten bei der Ortsgruppe in der Nähe oder wo man wohnt, den
Hauptverein in Stuttgart mit Kollege Breuninger oder über mich.
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Zu den Aufgaben der Naturschutzwarte sollte mit gehören dass sie,
die Besucher der freien Landschaft vor allem über Ziele und
Notwendigkeit des Naturschutzes und das richtige Verhalten in Natur
und Landschaft zu informieren. Einige von uns sind als Ranger um den
Teckberg aktiv. Dadurch soll die Akzeptanz und das Interesse für den Naturschutz
geweckt werden. Meldungen von Schäden und nachhaltigen Veränderungen
in Schutzgebieten und deren Überwachung schaffen „Ordnung" und
Verantwortung für alle.
Im Esslinger Gau sind derzeit
20 ehrenamtliche Naturschutzwarte
aktiv. Die Beauftragung erfolgt in der Regel für vier Jahre. Mit der
Bestellung erhalten die Naturschutzwarte Informationsmaterial,
Merkblätter sowie Auszüge aus den rechtlichen Bestimmungen. Sie
führen bei ihrer Tätigkeit einen Ausweis über ihre Bestellung mit
sich.
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Die nächsten Termine
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11. März
Sonntag
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Naturschutzwartetreffen /
Arbeitstagung
Esslinger Gau im Schwäbischen Albverein
Bei der Ortsgruppe Wolfschlugen
vormittags
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24. März
Samstag |
Gaunaturschutzwartetreffen /
Arbeitstagung
Hauptverein Schwäbischer Albverein
Im Hotel Warteberg Stuttgart-Mitte
ganztags
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31. März
Samstag |
Naturerlebnisexkursion
Status und Schönheit – zu den ältesten Kunstwerken der Menschheit – Blaubeuren
Anfahrt mit ÖPNV ab Kreuzbrunnen
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21. Juli
Samstag |
Aktion Irrenberg
Naturschutzmaßnahmen / Rechenaktion
Anfahrt mit PKW / Fahrgemeinschaft
bei Balingen / Streichen
(mit Schwäbischem Heimatbund)
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4. August
Samstag |
Naturerlebnisexkursion
Starke Strukturen – Der Venusberg
Wanderung mit Rucksackvesper
Treffpunkt. Dorfgemeinschaftshaus Lehenweiler
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29. Sept.
Samstag |
Naturerlebnisexkursion für
Naturschutzwarte des Gaues
Schönheit und Einfluss – zum Naturpark
Obere Donau bei Beuron
Anfahrt mit ÖPNV ab Kreuzbrunnen
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13. Okt.
Samstag |
Pflegeeinsatz Schafbuckel
Naturschutzmaßnahmen / Wacholderheide
oberhalb des Randecker Maares
(mit dem Landratsamt zusammen)
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Streuobstlandschaft auf den Fildern
Naturschutz und militärische Übungsflächen
Militärische Übungsflächen haben oft bereits aufgrund ihrer
Großräumigkeit und der von Nährstoffarmut und hoher
Landschaftsdynamik geprägten naturräumlichen Verhältnisse eine große
Bedeutung für die Sicherung der Landschaftsfreiräume in unserem
Lande. Viele Truppenübungsplätze, wie der Münsinger sind daher
Bestandteil des europäischen Natura 2000-Gebietsnetzes .
Ruhig und friedlich wirkt der „Platz" – wie ihn die Einheimischen
nennen. Wie viele Generationen junger Männer in schweren
Kampfstiefeln, in voller Ausrüstung mussten hier die letzten 110
Jahre marschieren, schießen, durch den Schlamm robben oder haben im
Winterbiwak schrecklich gefroren.
Seit dem 1. Januar 2006 ist der Truppenübungsplatz Münsingen
Vergangenheit.
Die Zukunft heißt
Biosphärengebiet Schwäbische Alb
Momentan gibt es 14 durch die UNESCO anerkannte
Biosphärenreservate in Deutschland. Bekannte Beispiele sind die
Rhön, der Bayerische Wald, der Spreewald oder der Pfälzer Wald. Alle
Gebiete beinhalten wie die Schwäbische Alb eine schützenswerte
Kulturlandschaft.
Neckarschleusen
müssen fischdurchgängig werden
Wenn Schleusen verlängert werden, dann
ökologisch. Das Bundesverkehrsministerium möchte die 27
Neckarschleusen zwischen Plochingen und Mannheim verlängern, damit
bis zu 135 Meter lange Schiffe den Neckar passieren können. Daher
unterstütze ich die Anträge von BUND, Landesfischereiverband, LNV
und NABU auch Auf- und Abstiegshilfen für Fische einzubeziehen.
Nicht für Atomausstieg
Für einen "Atomausstieg" bin ich nicht, solange unsere
Energieunternehmen Atomstrom z.B. aus Frankreich kaufen.
Baden-Württemberg verfügt nicht über ausreichend Rohstoffe wie
Wasser und Solarenergie. Das derzeitige Konzept Windenergie ist
sowohl ökonomisch als auch ökologisch ineffizient. Für mich sind
Atomkraftwerke keine unsicheren Einrichtungen – bzw. nicht
unsicherer als andere Dinge auf der Welt. Solarnutzung gehört in den
bebauten Bereich.
Heimisches Streuobst
Der Bezug von heimischem Mostobst, das überwiegend von ökologisch
wertvollen Streuobstwiesen stammt, soll uns erhalten und gefördert
werden. Keine Konzentrate auf dem Weltmarkt einkaufen. Mit einem
jährlichen Verbrauch von 13 Litern pro Kopf liege der Apfelsaft an
der Spitze der Fruchtsäfte.
Rund 120 Fruchtsaftfirmen mit einem Umsatz von insgesamt rund 500
Millionen Euro haben in unserem Bundesland ihren Sitz. Hauptbasis
der Apfelsaftproduktion aus baden-württembergischer Erzeugung
stellten rund 175.000 Hektar Streuobstwiesen mit ca. 11,4 Millionen
Bäumen dar. Diese Zahl sollte auf 12 Mio. aufgestockt werden.
Straßenränder
Bitte keine Verpackungen, Dosen und Flaschen unterwegs
wegwerfen. Naturfreunde nehmen ihren Abfall wieder mit nach Hause.
Erwachsene sollten hier Vorbild sein. Für eine Reduzierung könnte es
beitragen, wenn wir in unseren zukünftigen Personalausweisen auch
zwei Fingerabdrücke einbringen. Durch etwaigen stichprobenartigen
Vergleich mit den Fingerabdrücken auf den gefundenen Gegenständen
wird sich eine abschreckende Wirkung und eine Täterfeststellung
ermöglichen.
Schluss mit Stuttgart 21
Auch nach zwölf Jahren Planung und Diskussion um Stuttgart 21
geben wir und die anderen Umweltverbände nicht auf. Stuttgart 21 ist
eines der teuersten und unsinnigsten Projekte der Deutschen Bahn AG,
der Stadt Stuttgart und des Landes Baden-Württemberg, dessen Planung
möglichst bald in der Schublade verschwinden sollte. Vorschlag, die
ICE- und IC-Fernzüge, können von Kornwestheim bzw. von Vaihingen/Enz
über den Münster Viadukt geführt und als Stuttgart-Alternativ-Halt
den Bad Cannstatter Bahnhof nehmen. Alle anderen über die 16 Gleise
des bestehenden Stuttgarter Kopfbahnhofs reicht meiner Meinung nach
aus.
Einführung einer Pferdesteuer
Den Antrag auf eine Pferdesteuer wie in Gruibingen (Kreis
Göppingen) vorgeschlagen, würde ich auch für Kommunen im Esslinger
Gau befürworten. Dies hat mit der Gleichberechtigung von Hunde- und
Pferdebesitzern und den Trittschäden, die Pferde an Wegen
verursachen und „Spuren hinterlassen", eine Richtung. Nach
Rückfragen beim Gemeindetag Baden Württemberg, wäre Gruibingen die
einzige Gemeinde, die eine Pferdesteuer vorgehabt hatte.
Grundsätzlich sollten nur Pferde besteuert werden, deren Stall im
Gemeindegebiet liegt. Betroffen wäre in der Hauptsache
landwirtschaftliche Betriebe, die Freizeitreitbetriebe und die
Reiterstaffel der Justiz.
Projekte, an denen ich mich
beteilige oder weiterhin beteiligen zu versuche:
Naturkundebuchgruppe im Rahmen der Volkshochschule Ostfildern
Bürgerforum "Zukunft Ostfildern 2020" STEP über die
zukünftige Entwicklung der Stadt und unserer Region
Geotreppe Ostfildern
Obst- und Naturlehrpfad in Ostfildern
Meinen Kolleginnen und Kollegen im Schwäbischen Albverein oder in
den Arbeitskreisen kann ich es schon hier und da mal antun, dass ich
nicht zu ausgemachten Treffen erscheinen kann.
Dazu Emil Oesch:
„Menschen, die Zeit haben, sind immer auch
Menschen, die nicht glauben, sie müssten alles selbst machen."
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