|
23. Juli 2011
Aktion Irrenberg bei Regen, Nebel und Sonnenschein
45 freiwillige Landschaftspfleger und fünf Organisatoren haben sich
am Samstag 23. Juli 2011 zur 39. "Aktion Irrenberg" getroffen. Die
Wiesen bei Balingen-Streichen werden einmal im Jahr gemäht.
Zahlreiche geschützte Pflanzen wie Orchideen und Enziane sind auf
diesen parkähnlichen Grundstücken heimisch. Bei der
Gemeinschaftsaktion unter der Organisation des
Naturschutzbeauftragten Ostertag waren trotz feuchtem Wetters einige
Helfer des Schwäbischen Heimatbunds, des Schwäbischen Albvereins,
des Bund Naturschutz Alb-Neckar sowie Mitglieder der
Ortschaftsverwaltungen und andere Helfer im Einsatz. Bereits am
Dienstag zuvor hatte der Heimatverein Kohlraisle e.V. aus Tieringen
damit begonnen, die Steilhangwiesen des etwa zehn Hektar großen
Naturschutzgebiets zu mähen bzw. Vorbereitungen zu treffen. Die
Rutschgefahr bei der Beförderung des meist noch nassen Grases am
Irrenberg war groß. Doch nach etwa sieben Stunden Arbeit war das
Werk vollbracht - das Heu im Tal. Die Helfer wurden mit einem Vesper
von der Ortsverwaltung Zillhausen für ihren Einsatz belohnt.
Der Irrenberg gehört zu den Spitzen-Naturschutzgebieten des Landes.
Sehr steil und ortsfern wurde er nie gedüngt und sehr spät gemäht.
So hat sich hier eine Halbkulturform der Holzwiesen mit alpinen
Florenelementen malerisch erhalten. In den 1960er Jahren drohte das
Gebiet mangels landwirtschaftlicher Nutzung zu versteppen. So riefen
1973 der Schwäbische Heimatbund und der Schwäbische Albverein die
„Aktion Irrenberg“ ins Leben. Naturschutz, Geselligkeit und
Verantwortungsbewusstsein in einem. Der Name »Kohlraisle«
bezieht sich übrigens auf die Traubenhyazinte.
Aus dem Esslinger Gau waren mit drei Helfern aus der Ortsgruppe
Sulzgries und mir vier Leute an dieser Aktion an Bord. Besten Dank
Euch
Jürgen Gruß
Gaunaturschutzwart
Esslinger Gau
zurück zur Übersicht Naturschutz
|