An
die Freunde und Interessierten
des Esslinger Gaues |
OSTFILDERN; im August 2009 |
Die Streuobstwiese im August 2009(JGS) Die Natur: Im Hochsommer, lassen sich viele
Heuschrecken- und Schmetterlingsarten in Streuobstwiesen beobachten.
Arbeiten und Tätigkeiten:
Der Sommerschnitt in diesem Monat, auch „Augustschnitt“ genannt, ist
eine sinnvolle Maßnahme, starkwachsende Bäume in Ihrem Wuchs zu
bremsen. Durch den Schnitt in belaubtem Zustand nimmt man dem Baum
die Assimilationsfläche (Blattgrün) und damit Energie weg, damit der
Baum im nächsten Jahr kürzere Triebe bildet. Insbesondere bei
Walnüssen aber auch bei aus den Fugen geratenen Süßkirschenbäumen
ist jetzt der ideale Schnittzeitpunkt.
Grüß Euch liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde in den Ortsgruppen,
das große Schweigen des SAV
Immer öfter höre ich in den letzten
Monaten, dass viele früher den Schwäbischen Albverein besser fanden,
gar prima. Der hatte mehr Flair, schönere Plakate, bekanntere
Mitwanderer, Charisma und gewann jede Wahl bei der Entscheidung der
Vereinsmitgliedschaft. Es wurde gern anderen eröffnet, sein Herz
schlage für den SAV, inzwischen geschieht dies nicht mehr so häufig,
wie mir über die letzten gemeinsamen Unternehmungen dargestellt,
berichtet wird. Wie kommt es, dass man nur freiwillig sich dafür
Aufgaben antun kann, paktieren?
Seit dem ist viel Wasser den Neckar
und die Körsch runtergeflossen. Meine vereinspolitische Orientierung
hat sich in dieser Zeit nicht geändert. Und die SAV hat das ein oder
andere Mal bewiesen, dass er für uns auch Gewinn sein kann. Wer
erinnert sich nicht an den Gaurundwanderweg mit fast 150 Leuten, die
Gemeinschaftswanderung der beiden Gaue mit 170 Leuten. Man sah uns
und es muss auch mal von den 23 Gauvorsitzenden und seitens des
Hauptverein besser gesehen werden. Die Kooperationen mit der
Stuttgarter Nachrichten sind wertvoll. Doch mit jeder
Meinungsumfrage unter uns und den bekannten in anderen Verbänden
werden die schönen Erinnerungen blasser und die Probleme für den SAV
größer. Dass zur Zeit ein eher großes Schweigen herrscht, ist sicher
auf die Urlaubszeit und die für viele von uns schwierige Lage in den
Betrieben und Behörden zurückzuführen, nach dem Prinzip, der
Albverein bringt mer koi Geld.
Nun müssen wir Albvereinler
herausfinden, wie wir aus diesem Loch wieder herauskommen. Das ist
nicht leicht. Denn das Loch ist so tief und dunkel, dass einige vor
Furcht zu pfeifen beginnen. Ihr Pfeifen interpretieren einige
Wanderfreunde als Aufbruchs-, andere als Rückzugssignal, was
wiederum zu einigem Durcheinander führt und alle noch ein wenig
tiefer ins Loch rutschen lässt.
Ich hatte über´s Jahr auch mal
Vorschläge gebracht. Auch bei anderen Veranstaltungen auf die
SAV-Touren hinweisen, Aktionen wie durch die Sport-Aktion in 80
Tagen um die Welt. Dazu gab es drei Meinungen, die mich erreichten,
S. Reiniger, D. Weiß und F. Schäble, eher positiv – lediglich der
Zeitfaktor wann so etwas eingebaut werden kann, evtl. nach dem
letzten Gaurundwanderwegsabschnitt, des weiteren Dokumentationen /
Präsentation zur Kulturlandschaft um die Orte der Ortsgruppen, ergo
zum Jahresthema, keine Reaktionen bis heute oder keine Neugründungen
von weiteren Ortsgruppen mehr, sondern die mit neuen Mitgliedern
stärken versuchen, die vorhanden sind, eine Reaktion darauf.
Auf Wiedersehen, Sauerland
„Deutschland ist schön, und seine
Landschaften sind typisch.“ Das weiß ich aus der Werbung, aber auch
aus eigener Anschauung. In den letzten Jahren konnte ich den
Kurzurlauben in der mittleren Entfernung – Taunus, Odenwald,
Westerwald & Co. – immer mehr abgewinnen. Heute ist mir klar: Jeder
Winkel Deutschlands ist zumindest einen Kurzurlaub wert, und auch in
scheinbar öden Ecken lassen sich spannende Einblicke erleben.
Bestes Beispiel: das Sauerland; wo
sich ein paar von uns auf dem Deutschen Wandertag im upländischen
Willingen tummelten.. Es war lange vor allem für Menschen ein
Begriff, die gerne Knickerbocker anziehen, durch Wald und Flur
wandern und Hausmannskost essen. Inzwischen finden sich allerdings
Touristen jeglicher Couleur im Sauerland. Aus dem "Land der tausend
Berge", so ein alter Slogan, wurde die Region, die "reizvoll
naturschön", "absolut actionhaft" und "wunderbar voll" ist, wie die
Tourismuswerbung meint. Die Sauerland-Vermarkter locken die Gäste
mit Skifahren und Mountainbiken, Klettern und Funsport, Golfen und
Wellness. Und für zünftige Betriebsausflüge gibt es den legendären
"Sauerlandstern" in Willingen, wo traditionell mit viel Alkohol das
kollegiale Miteinander gestärkt wird, wie mancher Heftlesbeitrag
kund tut.
Kein Zweifel, seit meinen ersten
Gedanken dort mal vorbeizuschauen, wie Ende Juli 2009 dann
geschehen, hat sich das Sauerland mächtig gemausert, zumindest sein
Image. Doch das droht nun Schaden zu nehmen durch den Prozess gegen
die sogenannte Sauerland-Gruppe, vier mutmaßliche Terroristen, die
laut Anklage Anschläge vom Ausmaß des 11. September (New York)
geplant haben sollen. Das Gerichtsverfahren soll mindestens zwei
Jahre dauern. Solange werden Medien die Region eher mit Terrorismus
als mit Tourismus in Verbindung bringen.
Das Sauerland hat schon Winter ohne
Schnee, verregnete Sommer und den Sturm Kyrill überstanden. Deshalb
glaube ich, dass es auch den Terror-Prozess wegstecken kann. Dazu
sollte man reisefreudigen Deutschen berühmte und bewunderte
Sauerländer ins Gedächtnis zu rufen, eine Sauerland-Gruppe der
anderen Art:
Franz Müntefering,
Friedrich Merz und
Heinrich Lübke. Im
Sauerland lernte Münte die "klare Kante", mit der er zweimal Chef
der SPD werden konnte. Im Sauerland frisierte der langhaarige Rowdy
Merz sein Mofa, bevor er Politiker wurde und eine Steuererklärung
erfand, die auf einen Bierdeckel passt. Und der unvergessene
Heinrich Lübke verlieh dem Amt des Bundespräsidenten eine höchst
unterhaltsame Note und machte westfälischen Humor bekannt, als
Rüdiger Hoffmann noch in den Windeln lag.
Die Sauerland-Gruppe vor Gericht
besteht aus vier Männern. Deshalb mein Vorschlag für die
Fremdenverkehrs-Werber: Schafft ein respektables Quartett und
ergänzt die alternative Sauerland-Gruppe aus Lübke, Merz und Münte
noch um Jürgen von der Lippe, der einst mal das Lied kreierte „Wenn
der Sauerländer singt“
Brauchen wir eine Schwäbische
Alb-Gruppe ? Vorschläge mit vier Namen an die bekannte Adresse.
Nächster Deutscher Wandertag: Freiburg – zweites Augustwochenende
2010. Bescheidenheit ist eine Zier
Vor etwa zehn Tagen war der
zwölften Wanderführerlehrgang für alle Wanderführer und
Interessierte im Esslinger Gau. Zum Thema , Gaststättengeschichte,
Gaststättennamen und -schilder, welches 2006 von einem unserer
Wanderfreunde vorgeschlagen und in den letzten acht Monaten
vorbereitet wurde, trafen sich in Vereinsraum der Ortsgruppe Ruit
mit mir sieben Teilnehmer(Innen) aus drei Ortsgruppen. Auf diese
Veranstaltung wurde auch während der Gauvertreterversammlung und
Briefe an die Kulturwarte in den Ortsgruppen aufmerksam gemacht. Wie
sich doch die Zeiten geändert haben, dachte ich wieder einmal, Ende
der Neunziger Jahre waren es noch bis zu 18 Leute, z.B. beim
Romanikseminar. Das Beste ist, der, der das Thema Gaststätten
vorgeschlagen, kam gar nicht. Unsere vorwiegend älteren Teilnehmer
hatten von zu diesem Termin noch die Weisheit mancher Erlebnisse und
Meinungen mitgebracht.
Im kommenden Jahr, am 14. August
sind auf Vorschlag und Zustimmung aus dem Teilnehmerkreis die Kelten
das Thema. Besten Dank an Familie Schäble in Ruit für die großzügige
und gute Unterstützung sowie das Angebot die Wanderführerseminare
unseres Gaues in Ruit stattfinden zu lassen.
Und "Bescheidenheit ist eine Zier."
Auch wenn man heute dick auftragen muss, diese Veranstaltung oder
andere fanden / finden auch bei weniger Teilnehmer(n) statt. Aber
wer etwas werden will, darf nicht zaudern. "Yes we can" lautet
Barack Obamas Bewerbungsspruch. Zu deutsch: Klar kann ich die größte
Weltmacht regieren. Als Politiker kann man ja sowieso alles: Heute
Innen-, morgen Außenpolitik, damals Staubsaugerverräter...
Bescheidenheit ist hier und da
unser Publikum so wenig gewohnt. Wer seine Sache ernst nimmt, darf
sich über zahlreiche Teilnehmer freuen, aber sich nicht nur gut
verkaufen, wenn es viele sind.
Würde der Bewerbungstrainer Ulrich
solche Bescheidenheit rundweg ablehnen ? Ist sie gefährlich, bedroht
sie die moderne arbeitsteilige Gesellschaft ? Wir sehen es an den
häufigen Amtsverzichten dieses Jahres im Naturschutzbereich. Wo
kämen wir denn hin, wenn sich jeder prüfen würde, ob er oder sie
sich einen Job auch zutrauen kann? Wäre dann etwa Ulla Schmidt
Ministerin mit Mallorcaurlaubskutsche oder Oettinger
Ministerpräsident geworden? Andere bringen eine Stadt durch
Spekulationen an der Kredit-Börse um 50 Millionen Euro gebracht und
werden einen Monat Stadtkämmerer in einer anderen Stadt und ist von
Selbstzweifeln nicht angekränkelt.
Würde unser SAV bei zunehmend
verbreiteter Zauderei noch wagemutige finden ? Und erst in der
Kultur: Leider sind zwei Kolleg(inn)en stark erkrankt, so dass sie
ihr Amt aufgeben werden. Wenn es dann kommt, gibt es nur noch in
Altbach offiziell und in Aichwald (inoffizielle) Kulturwarte in den
Ortsgruppen.
"Schuster, bleib bei deinem
Leisten", ist auch so ein Spruch der Großelternzeit. Das Klischee
wer bei seinem Leisten bleibt, leistet nie was und kann sich auch
nichts leisten, darf nicht in den Köpfen entstehen. Ich danke mit
diesen Zeilen auch denen, die mir in den Ortsgruppen als Fachwarte
und Ansprechpartner zur Seite stehen. Ich rate mancher / manchem,
schleunigst in die Hauptstadt zu reisen und schon mal vorsorglich an
ein paar wichtigen Zäunen zu rütteln.
Antisemitische Grippe
Die Planungen für das Jahr 2010
sind bereits im vollen Gang und der Kalender ist bereits gut
gefüllt. Mit einzelnen Ortsgruppen und anderen Verbänden sind
bereits die Jahresziele für 2010 ausgemacht. Genauso stehen meine
Angebote für den Hauptverein in Sachen Naturwanderungen und für die
Heimat- und Wanderakademie. Wer sich jetzt bereits dafür
interessiert oder wie einst die Ortsgruppe Nellingen sie in ihren
Jahres-Wanderplan aufnehmen möchte, darf sich auf den bekannten
Wegen bei mir melden und bekommt die Termine.
Was 2010 sein wird, weiß auch
keine(r) ist klar, planen ist erlaubt. Knut wird auch nicht sein
Leben lang als der kleine Eisbär herumlaufen. Und Knuts älterer
Bruder Boris, ist sechs Jahre alt und mag überhaupt kein Tennis.
"Namen sind Schall und Rauch."
„Gruß“, so sagen manche Albvereinler sei eine Verpflichtung sich
mehr zu zeigen oder zu äußern. Und was ist mit Hempels unterm Sofa,
Uli stell mal ein Foto ins Internet., wie es da so aussieht.
Als anderes Beispiel biete ich
Esther Schweins an. Bei der stört sich kein Mensch am Nachnamen. Die
Schweinegrippe deren Name völlig falsch ist, weil diese Krankheit
weder bei Schweinen nachgewiesen wurde noch von Schweinen übertragen
wird. Die Viecher werden völlig zu Unrecht diskriminiert.
"Besser das Schwein wird
diskriminiert als der Mensch", provoziere ich als Naturschutzwart
mal. Denn in der Namensdiskussion um A/H1 N1 habe ich für Euch mich
einmal umgeschaut. Das israelische Gesundheitsministerium hat gegen
die Bezeichnung Schweinegrippe protestiert, weil sie Juden und
Muslime beleidige. Warum, habe ich nicht so recht verstanden. Etwa
weil Juden, die an A/H1N1 erkranken, nun fälschlich in den Ruf
geraten, Schwein gegessen zu haben? Ich erwarte jedenfalls
stündlich, dass der Zentralrat der Juden hierzulande die
Schweinegrippe als antisemitisch auf das Schärfste verurteilen wird.
"Mexikanische Grippe" suggeriert
irgendwie, die Mexikaner seien schuld. Das hat auch die
Weltorganisation für Tiergesundheit begriffen und spricht selbst von
einer "Nordamerikanischen Grippe". Ich vermute, da haben sich die
armen Länder des Südens mit ihrer Stimmenmehrheit in der
Organisation durchgesetzt und so gleich zwei Schweine mit einer
Klappe geschlagen: Mexiko wird trotz Grenzzaun dem Norden
zugerechnet und Lateinamerika ist die Grippe jedenfalls namentlich
los. Vielleicht ist das auch eine späte Rache der spanischen Länder
für 1918. Damals wurde die verheerende Grippe die "spanische"
genannt, obwohl deren erste Fälle in den Vereinigten Staaten
auftraten. Da können die Yankees einem Virus lexikalische Obhut
gewähren.
Ich meine, der Name der neuen
Krankheit schade vor allem dem Image der Schweine. Das kann
Tierschützern doch nur Recht sein ? Neulich sind am Schlachthof
Stuttgart-Gaisburg Schweine direkt vor dem Schlachthof gestohlen
worden, lebend. Waren die Täter wohl Schwarzschlächter oder
militante Tierschützer? Wir rätseln gemeinsam. Vielleicht ja auch
Terroristen, die auf den falschen Grippenamen hereingefallen sind
und glauben, man könnte mit Schweinen Anschläge verüben, Angst und
Schrecken verbreiten. Entweder ihr haltet die Speisegesetze des
Koran ein oder wir hetzen die Pandemietiere auf euch! Müssen wir nun
mit einer Neckartal-Gruppe rechnen? Demnächst werden wir, wenn wir
es möchten oder empfohlen bekommen. geimpft. Spritztouren stehen
bevor.
Gaurundwanderweg – Nach der Wahl
gleich
Warum wird der Bundestag eigentlich
immer Ende September/Anfang Oktober gewählt ? Wahrscheinlich, damit
vorher die 'heiße Phase des Wahlkampfs' stattfinden kann.
Tatsächlich bemüht sich das Wetter redlich um so eine heiße Phase.
Ich frage mich ernsthaft, was die
Wanderfreunde eigentlich politisieren könnte, wenn es die größte
Weltwirtschaftskrise der Nachkriegszeit und kläglich scheiternde
Klimarettungsversuche nicht können? Als Naturschutzvertreter gilt es
trotz der Begeisterung für Hape Kerkeling etwas zu beachten, alias
Horst Schlämmer. Der ist doch eine Marionette von RWE: Die
finanzieren das alles. Die machen Grevenbroich, diese selbsternannte
Bundeshauptstadt der Enerige, zur beliebtesten Kommune Deutschlands,
nur um von ihren Braunkohleseeplänen und Dreckschleuderkraftwerken
abzulenken!
Die nächste Runde des
Gaurundwanderwegs würde ich gerne Ende September oder Anfang Oktober
ansetzen – wären die Ortsgruppen Köngen und Wolfschlugen mit ihren
Vertreterinnen ( Vertretern) mit zwei – drei Treffen mal Mittwochs
in einem der Vereinsheime ab ca. 17.30 Uhr einverstanden ? Bitte mal
mit der Regierung besprechen ? So alle fünf / sieben Wochen oder je
nach Bedarf bis Ende Januar 2010. Oder haben die beiden Parteien
gar schon etwas längst miteinander abgesprochen ? z.B. 9.30 Uhr
Römerpark, 10.30 Uhr Ansprachen und Start, etwa 14.30 Uhr in
Wolfschlugen sein.
Die letzte Etappe wird am Sonntag,
den 18. April 2010 aufs Gauparkett gestellt. Das soll es erst
einmal wieder. Nun riecht die Luft wie frisch gereinigt.
Und ein Elixier „pro Albverein“
kommt obendrauf ?
Noch Fragen oder Hinweise ?
Mit herzlichen Wandergrüßen an
alle in den Ortsgruppen
Jürgen Gruß
Fachwart für Heimatkunde und Brauchtum im Gau Esslingen
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