Liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde in Nah und Fern,
unser Schwäbischer Albverein ist ein Sonnenstrahl, der mich
leitet, dessen Energie sicher ab und zu durch Wolken oder ruhige
Nachtphasen unterbrochen ist, aber dennoch unsere
badisch-württembergische Welt erhellt. Und daran sollten wir
Funktionsträger uns weiter gemeinsam beteiligen.
Ich selbst bin war ein starker Woller und schwach in der Geduld,
dass bei uns im Esslinger Gau „nur" vier Ortsgruppen in irgendeiner
Form einen eigenen Fachwart für Kultur oder das Brauchtum
sich erlauben. (21 % - wenn wir es positiv sehen). Dank an meine
„Minister" in Aichwald, Altbach/Zell, Denkendorf und Neuhausen.
Wollen wir daran arbeiten, dass wir mehr werden ? Ich mach mir
Hoffnung und hab es ausgeschlagen einer Linie treu zu sein.
Dabei scheint sich z.B. etwas anzudeuten, dass die Ortsgruppe
Sulzgries wohl etwas in petto hat ?
Mich freuen die Kontakte, die ab Ende 2005 begannen zum neuen
Gaukulturwartekollegen im benachbarten Filsgau und sich hier und
da ergeben.
Wie schaut es denn mit Kolleginnen und Kollegen in anderen
Nachbargauen, wie Teck-Neuffen, Stuttgart oder dem Ermsgau aus ? Die
Distanz kann ruhig im Unendlichen liegen, denn da sind wir allein.
Mal dieses und mal jenes. Es wäre erschütternd einfach.
Mir Gutes zu verleiden - so zwischen drei / vier Handvoll bis
über 140 Menschen, dafür haben einige Ortsgruppenausschüsse und der
Gauausschuss gesorgt.
Exkursionen und Ausflüge – einer schuf die neue Wortschöpfung
„Exgrussionen" – habe ich im vergangenen Jahr wieder einige für sie
machen dürfen. Der Gaurundwanderweg, dessen Horizont stetig näher
kommt, die Busfahrt nach Augsburg, die Zugfahrten nach Michelstadt
im Odenwald, nach Heidelberg oder nach Wissembourg im Elsass.
Alle hat es etwas berührt, der Kontakt zur Vergangenheit und
Kunst. Und selbst habe währenddessen immer etwas ganz anderes
gespürt.
Ich setze auf das bisschen Gefahr, nicht alltägliches, anderes zu
versuchen. Am schönsten war wenn niemand exakt weiß woran man mit
mir war, was genau kommt und sie kommen nachhause in jenen Sinnen zu
merken, Du / Sie freust Dich / freuen sich auf Zitate, Vergleiche
mit meiner / Ihrer Umgebung, nahe Menschen fern um mich herum und
wer sich in eine Albvereinsveranstaltung hineinbegibt kommt weiter.
Allen Wanderführer(inne)n im Gau besten Dank für Euer / Ihr
mitwirken auf den entsprechenden Feldern.
Eine gute Basis wäre, wenn verschiedene Wanderpläne mich
erreichen, um vielleicht das eine oder andere Mal, wie zum
Jahresbeginn bei der Ortsgruppe Plochingen dabei zu sein.
Die Wälder sind verschwiegen, die Flüsse selten angeschwollen, die
großen Städte fragen sich was die bei mir wollen.
Einen Wanderplan zu stricken ist – zum Glück bei uns – keine
Flickschusterei und in den 19 Ortsgruppen oft schnell
bewerkstelligt. Hat da jemand andere Erfahrungen ?
Was weiterhin gut harmoniert ist die Aufgabenteilung der
Kulturabteilung bei uns. Sieglinde Schäfer macht wie ein Little
Amadeus die Sache mit der Musik und dem Volkstanz im Gau. Dazu kann
ich nur sagen: „Wohin die Reise geht, was man bei unseren Treffen so
erlebt, solang' die Welt sich dreht, Musik macht alles gut."
Sieglinde hält auch die Brücke in den Kulturrat nach Dürrwangen
und zur Hauptgeschäftsstelle, was mir – ehrlich gesagt schwer fällt,
aber nichts bedeutet.
Die Kulturarbeit im Jahre 2006 umfasste auch die traditionelle
Form von Fortbildung. So dass an einem Samstagvormittag ein
Wanderführerlehrgang durchgeführt werden konnte und wir uns im
Vereinsraum auf den Schurwaldhöhen mit den Glaubensflüchtlingen aus
dem Alpenraum, den Waldensern und ihren Spuren im württembergischen
Grenzland beschäftigten. Wanderungen im Enzkreis oder Kreis
Karlsruhe bieten sich durchaus dazu an.
Der diesjährige Lehrgang am 30. Juni soll sich mit dem Fachwerk
beschäftigen und die Ortsgruppe Sulzgries hilft mir diesmal mit.
Ein Kulturwartetreffen und ein Ausflug für die
Kulturwarte im Gau sind weiterhin wesentliche Bestandteile des
sich in diesen Ämtern wohlfühlens.
Die Termine und etwas Hintergrundinformationen sind auf
meiner Homepage hinterlegt, die seit Oktober 2006 in neugestalteter
Art und Weise vorliegt:
www.2000-Orte.de - auch zum
herunterladen /downloaden.
Neu ist mir auch in den Sinn gekommen, ähnlich der
Naturschutzwartestatistik im Schwäbischen Albverein für die
Kulturwarte einen Jahresbericht abzuringen. Jede/ jeder
notiert auf ein/zwei Seiten was er in seinem Metier unternahm und
wie viele Stunden herauskamen. Sobald ich näheres habe, teile ich es
Dir / Ihnen einmal mit.
Genug Anregungen und Fragen. Keiner weiß was vor dir liegt, wie
schwer die Welt mal auf Dir wiegt, ob die Wanderwegzeiger günstig
steh´n und Wünsche in Erfüllung gehen. Der Strahl von dem anfangs
sprach bleibt: Die Sonne schlägt die Augen auf
ein langer Tag nimmt seinen Lauf, vielleicht wirst Du ja hundert
Jahr‘ und sagst am Ende: wunderbar. Vielleicht fällt Dir ein
Vorschlag ein.
Gute Reise in die Kultur, Heimat und Brauchtum 2007.
Auf Dein / Ihr Echo würde ich mich einmal freuen. Nicht nur aus
dem Esslinger Gau.
Erinnern möchte ich auch einmal an meinen Kulturwartaufbauhelfer
und langjährigen Verantwortlichen für die Kulturarbeit im
Schwäbischen Albverein Fritz Schray, der wohl schon um die 80
ist. Seine Art und sein Vertrauen begleiteten mich lange und führten
dazu, dass der Gaukulturwart zur Pflege, Erforschung und
Übermittlung der regionalen Kultur mit mir seinen Anfang im
Schwäbischen Albverein – 1988 nahm.

2007 – Abschied vom GT 4 in Stgt.