Aktuelle Pressemeldungen
„Pilze“ waren 2011 das Thema beim Naturschutztag des
Schwäbischen Albvereins. Nach Großallmerspann bei Ilshofen waren die
Naturschutzwarte aus 14 Ortsgruppen des Gaus und weitere Interessierte der
Einladung von Gau-Naturschutzwartin Waltraud Leinen gefolgt.
„Brauchen wir überhaupt Pilze?“ lautete der Vortrag von Michael Hausser aus
Leofels, seines Zeichens Pilzexperte und Mitglied der Gesellschaft deutscher
Mykologen. Dass Antibiotika und Hefepilze in unserem täglichen Leben von
Bedeutung sind, mag der eine oder andere wohl noch wissen. Dass aber
industriell hergestellte Zitronensäure von Pilzen produziert wird, war den
Zuhörern nun doch neu. Ohne Pilze würde sich das abgestorbene Holz im Wald
türmen, denn nur sie können das Lignin und den Zellstoff im Holz abbauen.
Michael Hausser überraschte noch mit viel mehr Wissenswertem aus der Welt der
Pilze. Bei der Exkursion im Burgbergwald stieß man auf so manchen essbaren und
auch giftigen Pilz. Wulstlinge, Täublinge, Milchlinge, Bovisten und noch viele
weitere Pilze schossen da förmlich aus dem Waldboden und warteten darauf, von
fachkundiger Hand bestimmt zu werden. Schließlich haben auch Speisepilze eine
begrenzte Lebensdauer.
Selbst Pilzkenner unter den Teilnehmern waren von der Vielfalt der gerade
wachsenden Waldpilze, die Michael Hausser vorstellte, beeindruckt. Und so wurde
vielen wieder klar, dass die Natur ein unersättlicher Lehrmeister ist, der immer
wieder Neues und Interessantes zu bieten hat.
Zertifizierung des Kocher-Jagst-Trails
beginnt
Keine neuartigen Landvermesser, sondern Beauftragte für die Zertifizierung
von Wanderwegen trifft man derzeit im Landkreis an. Nachdem vor einigen
Jahren der Kocher-, Jagst- und Bühlersteig das Wandern in Hohenlohe bundesweit
bekanntgemacht haben, folgt nun die nächste Stufe, nämlich dieses Wegenetz zum
Premium-Wanderweg zu erklären.
Peter Egelhof und Erwin Walther, langjährige Gauwegmeister im Burgberg-Tauber-Gau
kennen den ihnen vom Landkreis für die Zertifizierung zugewiesenen Distrikt wie
ihre Westentasche, genauso wie Irmgard Zipf und Helmut Fischer, die sich
demnächst zwischen Steinkirchen und Eberbach auf den Weg machen. „Am 10. August
haben wir in Buchenbach mit der Kartierung der Wege begonnen und Ende der Woche
werden wir sie wohl in Crailsheim abschließen“, so Peter Egelhof nach
Feierabend am Ockenauer Steg bei Kirchberg/Jagst. Wie es sich für Wegwarte
gehört, ist zum Freischneiden überhängender Äste und störender Sträucher stets
die klappbare Kleinsäge und Heckenschere dabei. „Die Markierungstafeln müssen
gerade im Hochsommer noch gut sichtbar sein, denn es genügt nicht, nur im
Frühjahr einen Durchgang zu machen“, meint Erwin Walther.
In erster Linie geht es aber um die Bestandsanalyse für die Wege. Daraus wird
nach der Auswertung ein Stärken-Schwächen-Profil erstellt. Damit können die
Tourismusverbände als Auftraggeber einen Maßnahmenplan entwickeln, um die
gewünschte Zertifizierung zu erhalten, die der Deutsche Wanderverband vornimmt.
Nach kritischer Prüfung kann dann die begehrte Auszeichnung erteilt werden, so
das Procedere. „Wie bei der Wahl eines Hotels wird beim Wandern
mittlerweile vermehrt auf Qualität geachtet, denn auch bei Wanderwegen gibt es
Niveauunterschiede, die der Tourismus geschickt vermarktet“, weiß Walther aus
Erfahrung. Dazu trägt auch das optisch ansprechende Leitsystem bei, mit dem
sich der Albverein nicht gleich anfreunden wollte, denn der gesamte
Kocher-Jagst-Bühlersteig verläuft auf dessen Wegenetz.
Auf der Karte im Maßstab 1:10 000 wird im Gelände auf jeweils 4 km akribisch
die Oberflächenbeschaffenheit der Wege und das vorhandene Wanderleitsystem
vermerkt. Neben diesen Kernkriterien spielen als Wahlkriterien aber auch kulturelle
Aspekte wie Sehenswürdigkeiten oder ein tourismusfreundliches Umfeld durch
Gaststätten oder Bushaltestellen eine Rolle. „Werden die Kernkriterien nicht
erfüllt, müssen entweder Wege verlegt oder weitere Anreize geschaffen, also
nachgebessert werden“, weiß Egelhof.
Beide sind ein bewährtes Team in Sachen Wegeinfrastruktur und ergänzen sich
gegenseitig.
„Man muss sich gut verstehen, wenn man gemeinsam unterwegs ist“, wissen die
beiden aus Erfahrung. Schließlich ist es nicht ihr erster Weg, der ihnen zur
Optimierung anvertraut wurde.
Familienwochenende
beim Schwäbischen Albverein
Ganz im Zeichen der Familie stand beim Schwäbischen Albverein das Wochenende.
Zur Vorbereitung des Familienaktionstages im September 2012 trafen sich am
28.Oktober 2011 die Familienwarte der Ortsgruppen im Gasthof „Schwarzer Adler“
in Wallhausen und am Samstag zeigte die Familiengruppe Crailsheim „best
practice“ vor Ort.
Wolfgang Schaal hatte als Gau-Familienwart den richtigen Riecher, um mit Sabine
Wuchenauer die Hauptreferentin im Schwäbischen Albverein für die
Familienarbeit einzuladen. Sie stellte in ihrem Referat die Altersstruktur und
künftige Entwicklung im Verbandsgebiet dar und beleuchtete die Rolle der
Familie im Hinblick auf den Erhalt des Mitgliederbestandes im Verein. „Wer die
30-50jährigen gewinnt, der hat meist die ganze Familie gewonnen, denn die
einmal eingegangene Verbindung hält meistens lange Zeit“, lautete ihre
Botschaft, weshalb sich auch der Albverein im September ein
Familien-Aktions-Wochenende verordnet hat, an dem alle Ortsgruppen einen
Programmpunkt anbieten sollen. „Ministerpräsident Winfried Kretschmann wird
zwar die Schirmherrschaft übernehmen, aber die Aktionen vor Ort müssen passen“,
so die Referentin. Schon jetzt sind schon die Fortbildungstermine bekannt,
damit jede Ortsgruppe „fit for families“ wird.
Anschließend berichteten Waltraud Ohr und Lore Huber, wie die Familienarbeit in
Crailsheim seit 2008 ins Laufen gekommen ist.
Das praktische Lehrbeispiel lieferte am Samstag die Familiengruppe Crailsheim
nach.
Dort fand, organisiert von Adelheid Schöllmann, eine Stadtbesichtigung der
besonderen Art statt. Schaurig-schöne Geschichten mit einem Hauch von
Mystik aus der Sagenwelt von Crailsheim brachte Stadtführerin Anneliese Müller
sie zu Gehör. So erfuhren die Kinder unter anderem vom "Crailsheimer
Brückenmännle", den "Jagstheimer Gaggeleslecher" und dem
traurigen Ende der Gräfin Adelheid.
Viele Kinder waren verkleidet und verliehen so als Hexen, Vampire,
Kürbisgeister und als Knochenfräulein dem Abend das richtige Ambiente. Kaum
jemand war jemals zuvor im Diebsturm und noch dazu bei Nacht. Als dann auch
noch die Beleuchtung immer wieder flackerte, fuhr auch manchem Erwachsenen der
Schreck in die Glieder. Anneliese Müller bescherte allen, nicht nur wegen Ihres
markerschütternden Schreis am Diebsturm allen einen unvergessenen Abend.
Nur mit der geplanten Erklärung des Sternenhimmels durch Herrn Kloos wurde es
durch den wolkenverhangenen Himmel nichts.
Überaus erfolgreich waren 2011 die
Wanderfahrten des Burgberg-Tauber-Gaus. Eine davon ging am 21. 8. mit dem Bus
"zu den Römern in der Nachbarschaft" – nämlich auf der Limesstrasse
von Welzheim bis Osterburken. Überaus erfolgreich waren 2011 die Wanderfahrten
des Burgberg-Tauber-Gaus. Eine davon ging am 21. 8. mit dem Bus "zu den
Römern in der Nachbarschaft" – nämlich auf der Limesstrasse von Welzheim
bis Osterburken.
8 Stationen hatte Gau-Kulturwart Friedrich Schinko ins Programm genommen, um
Bauweise, Verlauf und die Befestigungsanlagen am obergermanischen Limes zu
erklären. Erwandert wurden die wohl am besten erhaltenen Teilstücke des Limes
bei der Ortschaft Grab im Mainhardter Wald und nördlich von Öhringen bei
Pfahlbach. Dabei wurde nicht nur Schulwissen aufgefrischt, sondern römisches
Leben mischte sich dort in Form eines Cicerones unter die Teilnehmer. Die
letzte Etappe von Jagsthausen bis Osterburken bot mit der Besichtigung der
Thermenanlage des dortigen Römermuseums einen würdigen Abschluss. „Das
war erlebte Archäologie“, so eine begeisterte Teilnehmerin, „so viele Details
über die Römer hätte ich hier nicht erwartet.“ „Tatsächlich wurde der Limes als
Erlebnisregion durch die Ausweisung zum Weltkulturerbe in den letzten Jahren
stark aufgewertet und im Gelände dokumentiert“, erklärte Friedrich Schinko. In
griechischem Ambiente bei römischer Verpflegung sorgte Gau-Wanderwart Helmut
Müller für den kulinarischen Teil dieser Reise in die Vergangenheit, die
nächstes Jahr mit der Reise im Kernland der Staufer fortgesetzt wird.
Das Hohenloher Tagblatt/die
Tauber-Zeitung und die Fränkischen Nachrichten berichten:
Im nördlichsten Mittelgebirge Deutschlands, dem Wiehengebirge, fand vom 12. bis
15. August 2011 der 111. Deutsche Wandertag statt. Die Reisegruppe des
Burgberg-Tauber-Gaus traf dort nicht nur auf Tausende von Wanderfreunden aus
ganz Deutschland, sondern auch auf den Bundespräsidenten, der die
Schirmherrschaft über diese Veranstaltung übernommen hatte. Als gebürtiger
Osnabrücker konnte er in seiner Heimat punkten.
Zwei der markantesten Bilder des Festzugs in Melle, dem
Hauptaustragungsort des Wandertages, kamen auch dieses Jahr wieder aus
Hohenlohe. Die geübten Fahnenschwinger des Hohenloher Gaus sorgten für
den ersten markanten Blickfang und die Metzgertanzgruppe aus Rot am See
demonstrierte, wie man das Publikum trotz Nieselregens für sich gewinnt. Hierzu
trugen nicht nur die aus dem Rahmen der Wanderverbände fallenden Trachten bei
„Was haben die denn für Gewänder an?“ , sondern auch die obligatorischen
Kostprobe der Schwarzwürste aus der Wurstküche von Muswiesenwirt Klaus
Pressler. Ob die Nordlichter damit auch die Einladung zur Muswiese wahrnehmen
würden, sei dahingestellt. „Spaß gemacht hat`s trotzdem, und die Stadt Melle
zeigte sich als guter Gastgeber“, so Ilse Cranz sichtlich zufrieden über den
Einsatz ihrer Crew.
Helmut Müller als Verantwortlicher für das Rahmenprogramm hatte der
Gruppe mit dem Osnabrücker Land nicht zu viel versprochen. Sowohl das
nördliche davon gelegene Artland mit seinen alten Klöstern, den historischen
Städten Bersenbrück und Quakenbrück machten mächtig Eindruck auf die Hohenloher
und im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses gab es manchem zu denken, wie
mühsam hier 1648 der historische Friedensschluss nach dreißig
Kriegsjahren zustande kam. Und dass die Wandergruppe nicht nur
Entfernungskilometer, sondern auch genügend Höhenmeter zurücklegte, dafür
sorgten die Besichtigungen des Kaiser-Wilhelm- Denkmals an der Porta
Westfalica bei der Hinfahrt und von Schloss Wilhelmshöhe bei der Rückfahrt.
Einen passenden Rahmen hatte sich Helmut
Klingler zum 120jährigen Jubiläum seiner Ortsgruppe am 15. Mai ausgesucht:
Zuerst wurden die Schönheiten der Stadt aufgesucht und per pedes umrundet,
danach fand der Festakt mit Wimpelüberreichung in der Festhalle statt.
„Wandern und Schauen“ heißt die Tagestour, die der Burgberg-Tauber-Gau
seit vielen Jahren in Form von zwei Etappen anbietet. Gestärkt durch ein
Brezelfrühstück, wanderte die Gruppe am Vormittag zunächst durch das „Kleb“,
den Hangwald beiderseits der Jagst nach Eichenau und ging auf „Mühlentour“.
Mittags tischte der Landfrauenverein Lendsiedel auf, und Helmut Klingler
führte die Gruppe durch die Altstadt. Dort wurde sichtbar, wie der fürstliche
Gestaltungswille auf dem engen Bergsporn seine Spuren hinterließ und was eine
Residenzstadt kennzeichnet. Helmut Klingler, als Gemeinderat ohnehin
ortskundig, sparte auch die städtebaulichen Probleme nicht aus, die die Stadt
bis heute zu lösen hat, aber auch den kulturellen Reichtum, den die Stadt
dadurch besitzt. Vorbei an der Hornberger Mühle war der „Traumblick“ unterhalb
der Bibelschule auf das Städtele natürlich ein Muss, bevor es auf
unterschiedlichen Pfaden durch ein blühendes Bärlauchmeer zurück zur Festhalle
ging.
„Schon drei Jahre nach Gründung des Schwäbischen Albvereins entstand auch in
Kirchberg eine Ortsgruppe“, berichtete der Vorsitzende nicht ohne Stolz,
verwies aber auch auf Zeiten drohender Auflösung und darauf, dass die
Ortsgruppe weiterhin Mitglieder suche, die neue Ideen einbringen und bereit
seien, anzupacken. Bürgermeister Stefan Ohr unterstrich dies in seinem Grußwort
und verwies auf das „Multitalent“ Klingler, der durch seine vielseitigen
ehrenamtlichen Aktivitäten ohnehin für die Stadt Kirchberg ein Glücksfall sei.
Gau-Stellvertreter Lothar Schwandt ermutigte die Ortsgruppe, die begonnene
Reaktivierung fortzusetzen und wünschte dem Vorsitzenden viel Erfolg bei seinem
Versuch, Kirchberg als „Perle des Wandern und der Radfahrer“
weiterzuentwickeln. „Der Wimpel möge die Aufbruchstimmung verdeutlichen, die in
Kirchberg spürbar ist“, fügte er hinzu. „120 Wanderer haben die Tour begleitet
und viele der historischen Wege im Landschaftsschutzgebiet Mittleres Jagsttal
neu kennen gelernt“, meinte Gau-Wanderwart Helmut Müller sichtlich zufrieden und
dankte allen Ortsgruppen im Gau, die sich auf den Weg nach Kirchberg gemacht
hatten.
Pressebericht zur 9. Etappe des HW-4-Wanderweges am
16. April 2011:
9. Etappe des Main-Donau-Bodenseeweges erwandert
Nicht zu viel hatte Gau-Wanderwart in seiner Ausschreibung der 9. Etappe des
Main-Donau-Bodensee-Weges versprochen. Dass diese Tour auf den Spuren der
Jakobsmuschel und des Künstlerpfarrers Sieger Köder verlief, machte sie zu
einer Erlebnistour im wahrsten Wortsinn.
„Frostig ist`s hier im Jagsttal“, stellten die Teilnehmer der Wanderung beim
Treffpunkt in Ellwangen-Rotenbach fest, bevor es mit dem Bus ins sonnige
Mainkling ging, von wo die Wanderer starteten. Begleitet von Schlüsselblumen
und Buschwindröschen erreichten die Wanderer im Ipshof den Talursprung
der Blinden Rot und erfuhren am schmucken Ipshof, dass der Fleckenbachsee schon
vor Jahrhunderten der Flößerei als Rückhaltebecken gedient hatte. Der weitere
Weg im zarten Grün des Frühlingswaldes bot immer wieder Gelegenheit zu
botanischen Studien, bevor Wanderbegleiter Fritz Schinko zum Betrachten der
Bilder Sieger Köders in der Kirche in Rosenberg ermunterte.
Und noch vor der verdienten Mittagsrast kamen die Wanderer beim Aufstieg zum
Hohenberg gehörig ins Schwitzen. Während dort die Kirche den Palmsonntagsschmuck
erhielt, erklärte Helmut Müller den einmalig schönen Rundumblick von der Höhe.
„Sieger Köder weiß, was Pilgern bedeutet, denn er hat den Jakobsweg ebenfalls
schon erwandert“, stellte Friedrich Schinko beim Erklären des bemerkenswerten Außenfreskos
am Hohenberger Pfarrhaus fest, in dem sich der Künstler ausnahmsweise selbst
ein Denkmal gesetzt hat.
Nach der vorzüglichen Verköstigung durch die Hohenberger Landfrauen führte
Helmut Müller die auf gut 50 Teilnehmer angewachsene Schar der Wanderer in
sanftem Gefälle den wunderschönen Rotenbach zurück zum Ausgangspunkt.
Presseberichte v. 21. 3. 2011:
Tagung der Gau-Wanderwarte im Schwäbischen Albverein
Mit Erfolgszahlen aus dem Vorjahr wartete Gau-Wanderführer Helmut Müller bei
der Arbeitstagung der Wanderwarte in Beimbach auf, an die es 2011 anzuknüpfen
gelte. Die gut 25 Teilnehmer aus allen Ortsgruppen im Burgberg-Tauber-Gau
zeigten sich deshalb optimistisch, was die Resonanz auf das Programm im neuen
Wanderjahr betrifft.
Wie immer begann die Tagung mit einer Wanderung, die in diesem Fall ein Objekt
vor der Haustüre ins Blickfeld nahm, nämlich das Hochwasserrückhaltebecken
Brettach. Kein Katastrophenszenario, aber eine intensive Diskussion über die
Beherrschbarkeit der Technik bestimmte die Exkursion dorthin. Was viele der
auswärtigen Teilnehmer nicht wussten: Das Oberflächenwasser im gesamten
Einzugsbereich der Brettach muss den unterirdischen Ablauf des Beckens
passieren, und das sind immerhin 157 km², wie Wasserwärter Walter Kilian erklärte
und an zwei Modellen eindrucksvoll veranschaulichte.
Nach dem Grußwort des Gauvorsitzenden Andreas Raab stellte Armin Ströbel die
Arbeit der Ortsgruppe Rot am See vor, die von der Teilnahme am Deutschen
Wandertag bis zur Fackelwanderung im Kinderferienprogramm reicht.
„Tausend Teilnehmer mehr als im Jahr zuvor nahmen an allen Veranstaltungen der
17 Ortsgruppen im Gau teil“, berichtete Helmut Müller in seinem Jahresbericht
erfreut und stellte fest, dass „wir gegen den Trend gearbeitet haben“. Der sei
nämlich die Überalterung, und „nur wer Qualität auf hohem Niveau bietet, kann
sich auf dem umkämpften Tourismusmarkt behaupten und neue Mitglieder gewinnen“,
schärfte er den Wanderwarten im Hinblick auf ihr Veranstaltungsprogramm ein,
aber auch, dass dazu auch eine zertifizierte BANU-Wanderführerausbildung
gehört, wie sie im Gau Ulrike Wezel und Helmut Fischer besitzen.
Georg Purkl erläuterte die Höhepunkte der Jahreszusammenstellung aller
Ortsgruppen an einigen Beispielen. “Besondere Akzente setzt der Gau mit seinen
Tageswanderungen auf dem HW 4- Weg von Mainkling nach Ellwangen mit Bustransfer
am 16. April, „Wandern und Schauen“ mit der Ortsgruppe Kirchberg am 15. Mai und
der Sonnwendfeier am 25. Juni, die diesmal von der Ortsgruppe Blaufelden
ausgerichtet wird“, so Purkl. Übereinstimmend berichten die Wanderwarte, dass
Themenwanderungen immer mehr zunehmen und alle Altersgruppen ansprechen. „Für
uns war dies ein Schlüsselerlebnis“, machte Karl Wolpert aus Weikersheim
deutlich, so dass dort erstmals „Themenführungen“ den Wanderplan bestimmen.
Daneben sorgt der Wander-Fitness-Pass bei besonders leistungsorientierten
Teilnehmern für eine neue Motivation, vor allem seitdem er auch von den
Gesundheitskassen durch Bonus-Punkte anerkannt wird.
Wachsenden Zuspruch erleben auch die Ortsgruppen Bad Mergentheim durch eine
konsequente Ausrichtung auf das Gesundheitswandern und Nordic Walking, und
Niederstetten und Crailsheim entwickeln gerade ihr Programm mit Blick auf
„junge Familien“ weiter.
Erfolgreicher Auftakt in die neue
Wandersaison
Eine neue Bedeutung hat die bäuerliche „Lichtmeß“ für den Schwäbischen
Albverein bekommen – nämlich als Beginn der neuen Wandersaison. Rund hundert
Teilnehmer nahmen am 5. Januar 2011 an der Auftaktwanderung rund um die
Anhäuser Mauer teil und wurden dort Zeugen einer Lichtillumination.
„Lichtmeß, bei Tag eß“ hieß es früher, und zugleich wechselte an diesem
Tag das Gesinde auf den Höfen. Das war in Hohenlohe noch bis in die 1950er
Jahre üblich, geriet aber seither in Vergessenheit. Wie man einen solch
vergessenen Tag wieder zu neuem Leben erwecken kann, entdeckten die Ortsgruppen
Blaufelden und Bartenstein vor elf Jahren neu. Aber anstelle des einstigen
bäuerlichen Brauchtums kam die Idee auf, dies mit einer Abendwanderung zu verbinden.
Und inzwischen kommen Gäste aus dem gesamten Gebiet des Burgberg-Tauber-Gaus,
um den Auftakt in die Wandersaison gemeinsam zu feiern.
Vom Kühof führte Gau-Wanderwart Helmut Müller die Gruppe über Bölgental und den
Anhäuser Wald zur Klosterruine „Anhäuser Mauer“, inbegriffen die Fernblicke auf
die umliegenden Orte im Lichterglanz, auf den Burgberg und die Frankenhöhe. Da
es nicht mehr möglich war, die Herren von Anhausen bei Tageslicht zu
betrachten, half Werner Strecker, Feuerwehrkommandant a.D. aus Wallhausen
kräftig nach, um die Ritter von Bebenburg „ins rechte Licht zu rücken“.
Dort gab es nicht nur „Klostergeister“ in Form einer wärmenden Stärkung,
sondern auch einen geschichtlichen Streifzug durch die Geschichte dieser
Klostergründung, die bis heute ihre Spuren im Gelände hinterlassen hat.
Die anschließende Einkehr im Kühof stand unter zweierlei Vorzeichen: Zum einen
konnten die Gäste einen Blick in diesen landwirtschaftlichen Erzeuger- und
Vermarktungsbetrieb nehmen, zum anderen zur Musik das Tanzbein schwingen.
Daneben war Gelegenheit, sich mit dem Veranstaltugnskalender des
Burgberg-Tauber-Gaus vertraut zu machen, denn pünktlich zum Tag hatte
Gau-Rechner Georg Purkl das umfangreiche Verzeichnis aller Programmpunkte
fertiggestellt. Nicht ohne Stolz berichtet er, dass die 18 Ortsgruppen im Gau
monatlich über 30 Wanderungen durchführen, hinzu kommen die sonstigen
Veranstaltungen, insgesamt doppelt so viele wie das Jahr an Tagen hat.
|