|
Naturschutz
ist unser Anliegen -
|
|
Natur
erhalten - Natur erleben! |
|
|
|
|
Neben
dem Wandern ist für den Schwäbischen Albverein eine der
wichtigsten Aufgaben, das Bewusstsein für Natur und Landschaft
nicht nur bei seinen Mitgliedern, sondern auch in breiter Öffentlichkeit
zu wecken und aktiv die Belange von Naturschutz und
Landschaftspflege zu vertreten.
|
|
Wie leistet
die Ortsgruppe Böblingen praktische Naturschutzarbeit und wie kann
sich der einzelne aktiv einbringen?
|
|
|
|
|
|
Zusammen
mit der Naturschutzbehörde und der Forstverwaltung betreiben wir
Landschaftspflege und betreuen Schutzgebiete, wie beispielsweise beim
Spatzensee. Er gehört zu den Biotopen, die unmittelbar durch das
Naturschutzgesetz geschützt, aber nicht durch Schilder gekennzeichnet
sind. |

|
Die
Naturschutzwarte unternehmen regelmäßig
Streifengänge um Schutzgebiete und Standorte bedrohter Pflanzen
und Tiere zu überwachen.
Durch aufklärende Hinweise soll gegebenenfalls Verständnis für die
Belange des Naturschutzes und Vermeidung von Fehlverhalten und Verstößen
erreicht werden. |
|
Unsere
Mitglieder arbeiten aktiv bei Landschaftspflegeaktionen an Naturschutz-
und Landschaftspflegetagen mit.
|
|
|
Die
Naturschutzwarte wirken aktiv im Arbeitskreis Böblingen des Landesnaturschutzverbandes
(LNV) mit, der beispielsweise bei Planungsverfahren für Straßen,
Baugebiete usw. gehört werden muss. Sprecher des Arbeitskreises Böblingen
war von 1985 bis 2008 Dr. Heinz-Dieter Elschenbroich von unserer Ortsgruppe.
|
|
|
|
|
Sind Sie
neugierig geworden? Haben Sie Interesse an einer Mitarbeit im
Naturschutz? Nehmen Sie Kontakt auf mit der
Ortsgruppe Böblingen. Helfende Hände sind immer gesucht. Unterstützen
Sie unsere Bemühungen im Naturschutz und bei Landschaftspflegeaktionen! |
|
|
|
|
IHRE NATURSCHUTZWARTE DER
ORTSGRUPPE BOEBLINGEN |
|
|
|
|
|

|

|

|
|
Werner
Seifert |
Dr. H.D. Elschenbroich |
Herbert Fauser |
|
(0 70 31) 27 59 30 |
(0 70 31) 27 39 28 |
(0 70 31) 27 16 27 |
|
|
|
|
Landschaftspflegeaktionen,
"Wurzelbehandlung" mit Hacke und Spaten. |
|
|
|
|
|
Keine Herkulesse, aber
tatkräftige Wanderfreunde des Schwäbischen Albvereins Böblingen,
standen Naturschutzwart Werner Seifert bei, als es darum ging, auf
Wunsch des zuständigen Forstamtes im Gewann Berstlach die
Herkulesstauden (Riesenbärenklau)
zu dezimieren.
|

|
Fast schon Bärenkräfte
mussten aufgewendet werden, um diese zwar imposanten bis zu vier Meter
hohen Pflanzen, die aber die heimischen Waldkräuter überwuchern und
unterdrücken, mit Stumpf und Stiel zu entfernen. Nur mit
Schutzhandschuhen ließ sich diese Arbeit ausführen.
|
|
Landschaftspflegeaktion
der Ortsgruppe Böblingen im Gebiet Berstlach:
Bekämpfung der Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt. |
|
|
|
|
|
|
|
Der ätzende
Pflanzensaft in den borstigen Stängeln und Blättern kann nesselartige,
schmerzhafte Quaddeln und Verbrennungen der Haut hervorrufen, die
besonders durch Sonnenbestrahlung verschlimmert werden. Die Albvereinler,
unterstützt von den Wanderfreunden des IBM Klubs, wiederholten ihren
Einsatz im Sommer 2007, da die Wurzelausläufer schon wieder
prächtig ausgetrieben hatten.
|

Der Samenstand des
Riesenbärenklaus
(Heracleum mantegazzianum).
|
10.000 bis 20.000 flugfähige
Samen werden in den imposanten Doldenblüten produziert. Das ist ein
Grund für die rasante Ausbreitung der Pflanze.
Der Riesenbärenklau deckt mit seinen großen Blättern die übrige
Vegetation zu und verdrängt sie damit in kürzester Zeit. Monokulturen
sind die unerwünschte Folge.
|
|
|
Landschaftspflegetag
|
|
Alle
zwei Jahre – 2009 schon zum siebten Mal - wurde der
Landschaftspflegetag im Bereich "Rotes Steigle“ im ehemaligen
Panzerübungsplatz Böblingen vom Gaunaturschutzwart des Schwäbischen
Albvereins, Karl Stäbler, organisiert und gemeinsam mit den Ortsgruppen
des Albvereins im Stuttgarter Gau, den Naturschutzverbänden NABU, BUND
und den Naturschutzgruppen des IBM Klubs, Sparte Wandern, Jugendfeuerwehr Böblingen und des DAV
durchgeführt.
Insgesamt beteiligten sich jeweils zwischen 70 und 90 Helfer.
Die Pflegemaßnahmen wurden vom Regierungspräsidium, Referat Natur- und
Landschaftspflege und der zuständigen Forstverwaltung begleitet und
unterstützt. Unterstützung erhielten die Naturschützer auch von den
US-Streitkräften, die das Vesper spendierten.
|
|
|
Warum
sind Pflegemaßnahmen in diesem Gebiet notwendig?
|
|
|
|
|
Durch jahrelanges
Befahren mit schweren Panzern wurde zwar die ursprüngliche Landschaft
zerstört. Es entwickelten sich jedoch hierbei unterschiedliche Lebensräume
mit seltenen Pflanzen, Insekten und Amphibien, die im gesamten
Stuttgarter und Böblinger Raum einmalig sind.
|

|
Gaunaturschutzwart
Karl Stäbler erläuterte die Pflegemaßnahmen.
Von rechts: Jörg Mauk vom Regierungspräsidium, Referat Natur- und
Landschaftspflege; Karl Feucht, ehemaliger Vors. der OG Böblingen; Karl Stäbler;
Revierleiter Andreas Ganz; Dr. Rolf Gastel, NABU, Verfasser des Buches
über Geologie, Geschichte, Fauna und Flora des „Panzerübungsplatzes
Böblingen".
|
|
|
|
|

|
Um die Heideflächen
mit den seltenen Pflanzen, wie Heidenelken, Sandglöckchen und Flügelginster
u.a. frei zu halten, findet seit einigen Jahren regelmäßig eine
Schafbeweidung statt. Im Staudenbereich jedoch müssen diese Flächen
von aufkommendem Gehölzaustrieb befreit und gemäht werden. So hatten
sich die Helfer darangemacht, die Erlen-, Kiefern- und Fichtenschösslinge
mit Astscheren zu entfernen. Heideflächen, die nicht beweidet werden
können, wurden gemäht und
anschließend abgeräumt, um die Flora in ihrem Bestand zu erhalten.
Ebenso wurden große Freiflächen mit Tümpeln, in denen sich
Kammmolche, Laubfrösche und Gelbbauchunken ansiedeln, von
Kiefernaufwuchs und Gehölz befreit, um eine Verschattung zu vermeiden.
|
|
|

|

|

|
|
Mit Motormähern
wurden Flächen, die nicht beweidet werden können,
von Wanderfreunden der Ortsgruppe Schönaich gemäht.
|
|
Mittagspause:
Hot-Dogs, Cola, Apfelsaft, Muffins und Kaffee, spendiert von der
US-Armee, serviert von Albvereinsmitgliedern der Ortsgruppe
Echterdingen.
Der Biologe Bodwin Gebhard von der Umweltschutzabteilung der US-Armee
nutzte die Pause für ein Gespräch mit Dr. Rolf Gastel, NABU.
|
|
|

|
Die Teilnehmer der Ortsgruppe Böblingen
bei der Landschaftspflegeaktion im
Gebiet Rotes Steigle,
2007 (links) und 2005.
|

|
|
|
|
|
|