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Auf
dem Hauptwanderweg
„HW 9 Heuberg-Allgäu-Weg“
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Drei-Tagestour
2008:
Friedrichshafen – Immenstaad – Meersburg – Überlingen
– Stockach
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Lothar
Kästle und Klaus Ferber führten die Wanderfreunde vom Schwäbischen
Albverein Böblingen Mitte Juni 2008 über eine Teilstrecke des
„HW 9 Allgäu-Heuberg-Weg“, nachdem die Böblinger Wanderer im
vergangenen Jahr auf dem „HW 7 Schwäbische Alb –
Oberschwaben-Weg“ Friedrichshafen erreicht hatten.
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Bei
Sonnenschein und angenehmer Temperatur kam der Bus mit
34 Wanderfreunden in Friedrichshafen an.
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„Eine
Seefahrt, die ist lustig. Eine Seefahrt, die ist schön…“
Die
Wandertage begannen „zu Wasser“ mit einer kurzweiligen
Überfahrt auf dem Fahrgastschiff „Stuttgart“ nach
Immenstaad, von wo aus es „auf Schusters Rappen“
weiterging.
Leider
war von dem „grandiosen“ Schweizer Alpenpanorama so gut
wie nichts zu sehen.
Der bequeme Uferweg führte vorbei am Schloss
Kirchberg nach Hagnau.
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Schloss
Kirchberg,
ehemals Sommersitz der Äbte von Salem |
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In
der Parkanlage von Hagnau, mit schönster Aussicht auf den
Bodensee, gab es eine erholsame Mittagspause. Anschließend
führte der Weg überwiegend durch weite Rebflächen hinauf
zur Kriegsgräberstätte Lerchenberg, dem Ehrenmal für die
Gefallenen der beiden Weltkriege. Das Wegzeichen "HW
9" führte uns weiter zu unserem nächsten Etappenziel:
Meersburg.
Das
Fischerdorf "Merdesbusch", 988 urkundlich erwähnt,
war seit 1210 im Besitz des Hochstifts Konstanz, erhielt
1233 Marktrecht und 1299 Ulmer Stadtrecht. Nach einem
Aufenthalt in der Oberstadt ging die Wanderung
auf schattigen Waldwegen weiter nach Unteruhldingen. |
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Nach
kurzer Busfahrt wurde in Uhldingen-Mühlhofen in einem gemütlichen
Hotel Quartier bezogen. |
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Die
Sonne meinte es bereits gut, als die Albvereinler am nächsten
Morgen in Seefelden die Rucksäcke zur zweiten Tagesetappe
wieder aufnahmen.
Die folgende Wegstrecke führte durch Weinberge und
Obstwiesen hinauf zu der von Peter Thumb (1746-50) erbauten
Wallfahrtskirche Birnau. Die Wanderer nahmen sich hier Zeit,
um das einmalige, schmuckvolle Bauwerk zu betrachten und
seine beeindruckende Ausstrahlung in sich aufzunehmen.
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Johann Anton
Feichtmayers bekannteste Werke |
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Links des
Hauptaltars steht ein Werk Feichtmayers, das nicht minder
bedeutend ist als der HONIGSCHLECKER. Die Figur bezieht
sich auf St. Benedikt, den Patriarchen des abendländischen
Mönchtums. Sie trägt ein aufge- schlagenes Buch mit den
Anfangsworten der Regeln des Benediktinerordens:
"AUSCULTA O
FILI" (Höre mein
Sohn)
Mit der linken Hand zeigt sie auf den HONIGSCHLECKER
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Der
HONIGSCHLECKER steht rechts des Hauptaltars. Er
symbolisiert St. Bernhard, den Ordensgründer der
Zisterzienser, von dem die Menschen sagten, "seine Rede
sei so süß wie der Honig." Auf diese Legende bezieht
sich der HONIGSCHLECKER. Mit der rechten Hand trägt er
einen Bienenkorb, mit der linken nascht er Honig.
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Weiter
ging es, mit schönen Ausblicken auf den See und die gegenüberliegenden
Höhenzüge, über Nußdorf nach Überlingen.
Überlingen wurde um 1180 zur Stadt erhoben und war ab 1268
Freie Reichsstadt. 1803 kam die Stadt zu Baden. |
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„Es lächelt der See…“
und alle Wanderer strahlen auf
der Uferpromenade von Überlingen.
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Imposante Eindrücke und Momentaufnahmen aus Überlingen
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Nach
der Mittagsrast im Kurpark, wanderte die Gruppe am Ufer
entlang nach Goldbach, und dann hinauf zum Naturdenkmal
"Gletschermühle", einem einmaligen Strudelloch im
Molasse- gestein, das die Eiszeit hinterlassen hat. Der
folgende Anstieg nach Hödingen, dem Ende dieses
Wandertages, war in der Hitze recht anstrengend und schweißtreibend. |
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Auf
dem Programm dieses Tages stand noch die Besichtigung der
Wasseraufbereitungsanlage der Bodensee-Wasserversorgung auf
dem Sipplinger Berg. Die Anlage ist die größte dieser Art
in Deutschland, verfügt über ein Leitungsnetz von über
1700 km Länge und liefert Trinkwasser für über vier
Millionen Menschen in Baden-Württemberg. Dies waren sehr
lehrreiche, interessante Stunden in diesem lebenswichtigen,
„elementaren Lebensmittelbetrieb“, in dem leider nicht
fotografiert werden durfte.
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Zum
Abschied von Uhldingen-Mühlhofen am letzten Wandertag, winkten die
Störche den Böblinger Wanderfreunden. |
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Start bei der
Hödinger Kirche |
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Von
Hödingen aus führte die letzte Etappe am Rand des Hödinger Tobels
entlang, bevor es dann steil bergauf zum Haldenhof, einst Überlinger
Spitalgut, ging. Heute
wird hier ein idyllischer Gasthof betrieben. Vom Aussichtspunkt an
der Steilkante öffnete sich eine
unvergessliche Sicht auf den tief unten liegenden See und die
im Dunst leider nur schwach erkennbare Alpenkulisse.
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Auf dem Weg nach
Stockach |
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In
der Nachmittagsetappe wanderte die Gruppe durch eine von
Land- und Forstwirtschaft geprägte Landschaft in stetigem
Auf und Ab nach Airach, von wo aus man einen
eindrucksvollen Rundblick über das Hinterland des Bodensees
bis zu den Hegau-Bergen hatte. Auf einem schattigen Waldweg
kamen die Wanderer hinab nach Stockach, dem Endpunkt dieser
dreitägigen Wanderung.
In einem
Gasthof in Kirchen-Hausen fanden diese erlebnisreichen und
harmonischen Wandertage ihren Abschluss.
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Die beiden
Wanderführer |
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Ein
herzliches Dankeschön an unsere Wanderführer
Lothar Kästle (rechts) und Klaus Ferber mit Ehefrau
Margot, die beide tatkräftig unterstützte. |
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| Text: |
Jörg
Schröder / Karl Feucht |
| Bilder: |
Herbert
Fauser / Karl Feucht |
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