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Schwäbischer Albverein
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Mitteilungen und Aktivitäten

 

Jahresrückblick 2010

Wanderfreunde kennen keine Einsamkeit 

Vereinsamt, ohne Kontakte zu Mitmenschen? Das muss doch nicht sein, wissen die insgesamt fast 2000 Mitglieder in den zehn Ortsgruppen des Bodenseegaues im Schwäbischen Albverein (SAV).. Das muss vor allem dann nicht sein, wenn Vereinsamte jeglichen Alters noch gut zu Fuß sind, gern wandern und die Natur genießen. Gäste sind bei den vielen angebotenen Wanderungen für jede Kondition, halbtags, ganztags, wochenweise, zu Fuß oder per Rad nämlich immer willkommen. 

Inzwischen geht das Wanderjahr 2010 auch im Bodenseegau des SAV langsam zur Neige, wenngleich die Jahresprogramme der Ortsvereine Altshausen, Friedrichshafen, Markdorf, Pfullendorf, Ravensburg, Tettnang, Vogt, Weingarten, Wilhelmsdorf und Wolpertswende noch allerhand verlockende Herbstwanderungen versprechen, die jeweils in der Presse  angekündigt werden. Tradition sind auch vorweihnachtliche Treffen, so beispielsweise bei der Ortsgruppe Ravensburg die Nikolausfeier am 28. November und die Weihnachtswanderung nach Siebratsreute am 19. Dezember, beim Albverein in Friedrichshafen die Adventswanderung am 29. November und die Weihnachtsfeier am 13. Dezember. Im Januar 2011, in manchen Fällen auch schon vorher oder später, wird dann in den Hauptversammlungen der Ortsgruppen die Bilanz des abgelaufenen Wanderjahres gezogen.

Der Bodenseegau, der Dachverband der zehn Ortsgruppen des Albvereins, hat das in seiner Gau-Vertreter-Versammlung bereits unlängst unweit des Höchsten getan. Und obgleich das Wetter alles andere als ideal und sogar der erste Schnee in diesem Herbst angesagt war, ließen es sich die teilnehmenden Ehrenamtlichen nicht nehmen, vor ihren Beratungen unter der Führung von Gerhard Müller (Wilhelmsdorf), des Gauvorsitzenden, eine kleine Rundwanderung zu unternehmen. Zwar war die Fernsicht auf den Bodensee und die Berge dabei gleich Null, doch dieses Defizit glich der Vorsitzende durch interessante Informationen über Land und Leute aus.

Der Bodenseegau hat 2010 erstmals nach länger Pause wieder an eine alte Tradition angeknüpft und eine Gauwanderung angeboten, bei der Mitglieder und Gäste aller zehn Ortsgruppen willkommen waren. Diese Wanderung war auch dazu gedacht, den Zusammenhalt der Ortsgruppen zu stärken. Die Resonanz übertraf die Erwartungen des Gauvorsitzenden und des mit der Organisation beauftragten Gauwanderwarts Franz Dorn (Markdorf) bei weitem. Insgesamt 130 Wanderfreunde begaben sich an einem September-Sonntag mit Bilderbuchwetter von Sipplingen aus auf  eine reizvolle Rundwanderung oberhalb des Überlinger Sees. Weil dieses Angebot auf Anhieb so gut angenommen worden ist, soll die Gauwanderung künftig alljährlich stattfinden, immer am ersten Sonntag im September. Am 4. September 2011 wird sie von Aulendorf nach Bad Buchau führen. Die Organisation übernimmt die Ortsgruppe Wolpertswende. Dass dabei unterwegs auch gemütlich eingekehrt wird, versteht sich von selbst.

Auf neuem Bohlenweg zum einsamen Fünfeckweiher

Naturschutzgebiet Pfrunger-Burgweiler Ried kann auch künftig durchquert werden

Auch künftig wird es möglich sein, das Naturschutzgebiet Pfrunger-Burgweiler Ried, das sich nördlich von Wilhelmsdorf, südlich von Ostrach in den Kreisen Ravensburg und Sigmaringen erstreckt, zwischen Ulzhausen und der Laubbacher Mühle zu durchqueren. Das ist nicht selbstverständlich, denn die Naturschützer bis hinauf zum Regierungspräsidium wollen den Bannwald beim einsamen Fünfeckweiher, wo Bieber unübersehbar bereits fleißig Bäume fällen, verwässern. Der gut markierte Albvereinsweg (blaues Kreuz) sollte dieser Maßnahme geopfert werden. Er wäre ersatzlos weggefallen, im langsam ansteigenden Wasser versunken. Dagegen hat sich Gerhard Müller (Wilhelmsdorf), Vorsitzender des Bodenseegaues im Schwäbischen Albverein (SAV), mit Erfolg gewehrt.

Wie er in der Gauvertreter-Versammlung in Schmalegg, welche die 1833 Mitglieder in den zehn Ortsvereinen repräsentierte, jetzt bekannt gab, hat er – damals noch in seiner Funktion als Gauwegmeister – in der projektbegleitenden Arbeitsgruppe Widerspruch eingelegt. Die Naturschutzbehörden hatten schließlich ein Einsehen und haben quer durch den Bannwald einen soliden Bohlenweg in Auftrag gegeben, der bis auf ein Reststück bereits fertiggestellt ist. Er kostet 130 000 Euro und erlaubt es bereits, am idyllischen Fünfeckweiher entlang zu laufen. Vollständig fertiggestellt werden konnte der Bohlenweg samt einer Brücke über den Tiefenbach deshalb noch nicht, weil eine Bürgerinitiative mit der Verwässerung nicht einverstanden ist. Gauvorsitzender Müller ist jedoch zuversichtlich, dass der reizvolle Lehrpfad quer durch das Ried, der teilweise auch mit einer neuen Kiesschicht versehen worden ist, bis zum nächsten Jahr in voller Länge vollendet werden kann. Zu erreichen ist er über die Straße von Pfrungen nach Burgweiler. In Egelreute muss man rechts abbiegen. Das Auto kann auf einem kleinen Parkplatz abgestellt werden. Dann geht es zu Fuß weiter in Richtung Ried.

Eine zweite Durchquerungsmöglichkeit bietet sich weiter südlich auf dem alten Damm der Moorbahn in Richtung Ostrach an. Er ist bereits unter tatkräftiger Hilfe von Mitgliedern der Ortsgruppe Wilhelmsdorf des Schwäbischen Albvereins freigeholzt worden und soll noch markiert werden, versprach Gerhard Müller in der Gauvertreter-Versammlung. Das Thema Wanderweg-Markierung allgemein beschäftigte auch diesmal wieder die Delegierten der zehn Bodenseegau-Ortsvereine Altshausen, Friedrichshafen, Markdorf, Pfullendorf, Ravensburg, Tettnang, Vogt, Weingarten, Wilhelmsdorf und Wolpertswende. Die einheitliche gelbe Klartext-Beschilderung nach Schweizer Vorbild habe sich bewährt und sei inzwischen nahezu komplett, wurde festgestellt. Die diesbezügliche Zusammenarbeit mit den Kommunen im Bereich des Bodenseegaues wurde als gut und vertrauensvoll bezeichnet. Inzwischen wollen sich auch Sigmaringen und Bad Schussenried dieser Beschilderung angleichen. Probleme gibt es hingegen im benachbarten Allgäugau des Albvereins, wo eine Privatfirma im Auftrag der Gemeinden eine konkurrierende Beschilderung aufzieht. Dafür fühlt sich der Albverein nicht zuständig. Seine Wegwarte sind angehalten, sich nur um die markierten Albvereins-Routen zu kümmern.

Der neue Holzbohlensteg im Naturschutzgebiet Pfrunger-Burgweiler Ried mit dem idyllischen Fünfecksee im Hintergrund. Der noch nicht fertiggestellte Steg, der ohne die Intervention des Albvereins nicht gebaut worden wäre, erlaubt es auch künftig, wenn das Gebiet wie geplant verwässert wird, das Ried auf einem Lehrpfad zu durchqueren.

Text und Bilder Günter Peitz

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Gauwanderung von Aulendorf nach Bad Saulgau
am Sonntag, den 4. September 2011

Unsere Wanderung begann um 9:15 Uhr ab Bahnhof Aulendorf.

Wir wanderten oberhalb vom Thermalbad auf dem Wanderweg des Albvereins zur Hohkreuzkapelle. Die Kapelle wird zur "Lieben Frau auf dem Hohkreuzberg" genannt (ein beliebter Wallfahrtsort Oberschwabens). Weiter ging es über Atzenberg (mit Aussicht nach Menzenweiler und Winnenden) Oberatzenberg nach Badhaus. Dort hielten wir Mittagsrast mit Rucksackvesper und konnten uns etwas ausruhen. (Es sind Bänke und Tische vorhanden). Nach der Pause wanderten wir an Lampertsweiler vorbei nach Bad Saulgau. Es waren ca. 15 km, bei einem Höhenunterschied von etwa 130 m. Bis zur Rückfahrt mit dem Zug konnte noch ein Teil der schönen Altstadt von Bad Saulgau besichtigt werden. Die Wanderführer stellten die OGn. Wolpertswende und Wilhelmsdorf.

Bilder Alois Röck

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Gauvertreterversammlung in Tettnang
am 15. Oktober 2011

Albverein freut sich über fleißige „Kilometersammler“

Ihnen winkt nicht nur das Deutsche Wanderabzeichen in Bronze, Silber oder Gold, sondern auch ein Bonus bei ihrer Krankenkasse, sofern sie mitmacht

TETTNANG (gp) – Immer mehr Wanderfreunde sind geradezu scharf darauf, Kilometer zu sammeln, freuten sich die Vertreterinnen und Vertreter der zehn Ortsgruppen im Bodenseegau des Schwäbischen Albvereins (SAV) bei ihrer Herbstversammlung in Tettnang. Aus gutem Grund legen die Kilometersammler so viel wie möglich zu Fuß, per Fahrrad, auf Langlaufskiern oder Schneeschuhen zurück. Winkt ihnen doch neben dem Erlebnis in freier Natur und dem positiven Effekt für ihre Gesundheit nicht nur das Deutsche Wanderabzeichen in Bronze, Silber oder gar Gold, sondern unter Umständen auch ein Bonus bei ihrer Krankenkasse. Über 60 Kassen machen bereits mit.

Voraussetzung für die Teilnahme ist der „Wander-Fitness-Pass“, den der Deutsche Wanderverband (DWV) herausgegeben hat und der bei den Ortsgruppen des Schwäbischen Albvereins, Bodenseegau, in Ravensburg, Weingarten, Tettnang, Friedrichshafen, Markdorf, Altshausen, Pfullendorf, Vogt, Wilhelmsdorf und Wolpertswende erhältlich ist. Wer an den zahllosen Wanderungen teilnimmt, die von diesen Gruppen angeboten und in der Schwäbischen Zeitung, in anderen Blättern sowie im Internet angeboten werden und an denen jederzeit auch Nochnichtmitglieder teilnehmen können, dem bescheinigt der jeweilige Wanderführer im Wander-Fitness-Pass mit Datum und Unterschrift die jeweils zurückgelegte Strecke. Und so wird gepunktet: Kinder erwandern innerhalb eines Kalenderjahres mindestens 100, Jugendliche 150 und Erwachsene 200 Kilometer. Die Mindestkilometerzahl wird bei mindestens zehn Wanderungen erreicht. Bei Mehrtagswanderungen werden maximal drei Tage gewertet. Das Deutsche Wanderabzeichen gibt’s, wenn die Anforderungen einmal erfüllt werden, Silber nach dem dritten Mal und Gold nach dem fünften Mal. Wanderfreunde mit anerkannter Behinderung müssen den Anforderungen nur zu 50 Prozent gerecht werden. Sind sie erfüllt, wird der Pass beim Albverein eingereicht. Zusätzliche Informationen im Internet gibt es unter www.deutsches-wanderabzeichen.de. Die  Ortsgruppe Ravensburg des Albvereins beispielsweise, die ihre Wanderungen in der Zeitung, in Schaukästen und im Internet unter www.schwaebischer-albverein.de/ravensburg regelmäßig ankündigt, weist auf ihrer Website darauf hin, dass jede Wanderung zählt. „Alle unsere Wanderungen, so heißt es da, „punkten für den Wander-Fitness-Pass und das Deutsche Wanderabzeichen, diese werden von über 60 Krankenversicherungen in ihrem Bonusprogramm anerkannt.“

Das Laufen für die Plakette (das Wanderabzeichen) und den Bonus sei eine gute Werbung für die SAV-Ortsgruppen im Bodenseegau, stellte Vorsitzender Gerd Müller (Wilhelmsdorf) bei der Gauvertreter-Versammlung in Tettnang fest. Sein Stellvertreter Wolfgang Dietz (Ravensburg) plädierte dafür, das Kilometer-Sammeln mit dem Wander-Fitness-Pass noch mehr in den Vordergrund zu rücken, denn der Bodenseegau profitiert davon. Nichtmitglieder, die mitwandern und auch Punkte sammeln, entschließen sich nicht selten zum Beitritt beim Albverein, wenn sie erst einmal miterlebt haben, dass es einfach Spaß macht mit Gleichgesinnten unter kompetenter Führung zu wandern und einzukehren und dabei auch die Geselligkeit zu pflegen. Vereinsamen muss beim Albverein jedenfalls niemand. Und es gibt auch Angebote für Senioren, die nicht mehr so lange Strecken zurücklegen können.

Der Bodenseegau hat einen Anstieg der Mitgliederzahl von 1853 auf 1908 verzeichnet – keine Selbstverständlichkeit im gesamten Schwäbischen Albverein, dessen Mitgliederzahl von rund 120 000 auf 108 000 zurückgegangen ist, hauptsächlich aus Altersgründen und durch den Tod. Um den Negativtrend bei der Mitgliederzahl zu stoppen und ins Gegenteil zu verkehren, setzt SAV-Präsident Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß auf konsequente Jugend- und Familienarbeit. So soll es im nächsten Jahr, am 22. und 23. September 2012, auch im Bodenseegau und in dessen zehn Ortsgruppen Familien-Aktionstage mit etlichen Attraktionen geben. Vorbildliche diesbezügliche Arbeit leistet sowohl auf der Ebene des Bodenseegaues als auch bei der Ortsgruppe Markdorf bereits der Gaufachwart für Jugend und Familie, Jürgen Burgau (Friedrichshafen), der auch 2012 wieder am 22. September eine Gaufamilienwanderung anbieten wird, außerdem 25 spannende Unternehmungen der Ortsgruppe. Ebenso wie junge Leute und Familien sucht der Albverein auch Mitbürgerinnen und Mitbürger, die bereit sind, sich ehrenamtlich als Wanderführer beziehungsweise Gesundheitswanderführer zu engagieren, wobei er ihnen bei der Ausbildung umfassende Unterstützung gewährt.

Text Günter Peitz

Bild Alois Röck

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